Isla Coffee, Berlin

Foto: Benjamin Brouer
Foto: Benjamin Brouer
Foto: Ben Mönks
Foto: Benjamin Brouer
Teilnahme im Jahr: 
2018
Kategorie: 
Kreativstes Café-Konzept
Wegwerfen ist tabu. Im „Isla“ wird Kaffeesatz zu Kaffeetassen, aus Milchresten entsteht Joghurt. Ein einmaliges und vorbildliches Konzept der Kreislaufwirtschaft.

Die Gründer Peter Duran und Philipp Reichel rufen mit dem "ISLA Berlin" eine neue Ära in der Gastronomie aus und regen zum Umdenken an: Lebensmittelreste sind für sie kein Müll, sondern quasi der Beginn eines weiteren Kreislaufs. 

So werden die Milchreste aus dem Café-Betrieb gesammelt und gekühlt. Einmal pro Woche wird dann mithilfe von Zitronensäure der Fettanteil von der Molke getrennt. Die Molke verwendet man z.B. für Suppen weiter, aus dem fetthaltigen Überbleibsel wiederum wird mithilfe von Bakterien ein Joghurt hergestellt. Dieser wird für das Müsli, aber auch für den beliebten Käsekuchen verwendet. Der Boden des Käsekuchens wiederum besteht aus den Resten des Brots, das für die leckeren Sandwiches aufgeschnitten wird – das Dessert ist somit fast zu 100 Prozent ein Recyclingprodukt. Der Kaffee wird hier in stabilen, spülmaschinenfesten, lebensmittelechten und formschönen Tassen serviert, die aus altem Kaffeesatz, Biopolymeren und Holz gefertigt werden. 

Zero Waste und Kochen mit geretteten Lebensmitteln sind für die beiden Macher ein Anfang zu nachhaltiger Wirtschaft in der Gastronomie. Das ausgeklügelte Lebensmittel- und Abfallmanagement bremst gleichzeitig einen der größten Kostentreiber in der Gastronomie aus: den Wareneinsatz. Dabei belehren die Gründer ihre Gäste nicht, sondern leben einfach, dass Genuss auch mit reduziertem ökologischen Fußabdruck und fairem Handel möglich ist. Mit diesem vorbildhaften Lösungsansatz hat das "ISLA Berlin" bereits den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2018 gewonnen und ist nun auch als eines der kreativsten Café-Konzepte Deutschlands beim fizzz Award nominiert.

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