Johann Schäfer, Köln

Foto: Marvin Ruppert
Foto: PR/Johann Schäfer
Foto: PR/Johann Schäfer
Foto: PR/Johann Schäfer
Teilnahme im Jahr: 
2018
Kategorie: 
Bestes Bier-Konzept
So sieht die Modernisierung des Brauhauses aus – mit handgemachtem, aber bodenständigem Bier, hochwertigen Zutaten und vielen fleischlosen Angeboten.

Das "Johann Schäfer" in Köln ist nicht angetreten, um das 1001. Craftbierkonzept oder Taproom zu eröffnen, sondern um das traditionelle Thema Brauhaus mit aktuellen Trends und Themen zu kombinieren. "Wir brauchen keinen Schnickschnack, sondern bekannte deutsche Stile wie Pils, Weizen, Kellerbier, Maibock, Export", sagt Initiator Till Riekenbrauk. "Wir reduzieren uns nicht auf die Spitze der glasschwenkenden Bierkennerelite." Im Lohnbrauverfahren lässt das Team selbst entwickeltes Pils und Weizen brauen, das es dauerhaft vom Fass gibt. Dazu kommen Saisonspezialitäten, wie etwa ein Kellerbier oder ein Maibock, die auf einer kleinen 250-Liter-Anlage im Keller entstehen.

Das "Johann Schäfer" stellt unter Beweis, dass man trotz vieler Sitzplätze und einer Brauhausküche nicht zwangsläufig industrielle Ware/Produkte/Tiere verarbeiten muss. Verarbeitet werden meist ganze Tiere aus der Region. Die übliche Brauhauskarte haben die Macher allein durch die Trennung der Hauptkomponenten und der Beilagen modernisiert. So haben die Gäste die Möglichkeit, ganz individuell ihre Speisen auszuwählen und zusammenzustellen. Deutlich mehr Platz als in Bierobjekten üblich nehmen die vegetarischen und veganen Angebote ein. Eine der größten Herausforderungen war es, fleischlose Hauptkomponenten zu kreieren, die in ihrer Üppigkeit auf Augenhöhe mit Kotelett, Roulade oder Haxe mithalten können. 

Das denkmalgeschützte Gebäude von 1889, ehemals Spedition Johann Schäfer, hat das Team in Eigenregie zum Brauhaus umgebaut. Für den kompletten großen Gastraum wurden Hochtische mit Hochbänken angefertigt. So sitzen, egal ob an der Theke oder am Tisch, alle Gäste auf einer Höhe, was in dem Raum für eine einheitliche Atmosphäre sorgt.

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