Stairs Bar, Berlin

Foto: Konstantin Hennrich
Foto: Konstantin Hennrich
Foto: Konstantin Hennrich
Foto: Konstantin Hennrich
Teilnahme im Jahr: 
2018
Kategorie: 
Innovativste Bar
Stufen prägen das Ambiente und das Barprogramm: Zum Original gibt es je einen Twist und eine Eigeninterpretation. Zudem spielt die Nachhaltigkeit eine große Rolle.

Die "Stairs Bar" im Berliner Stadtteil Wilmersdorf kann zweifelsfrei zu den Senkrechtstartern des letzten Jahres gezählt werden. Von außen unscheinbar und doch geheimnisvoll, deutet nichts als ein kleines, silberfarbenes Türschild mit dezenter Logo-Grafik auf die hinter der Tür befindliche Bar. Und so holt der Bartender jeden Gast höchstpersönlich ab, geleitet ihn über einen stufenartigen Gang quasi um die Bar herum in das Zentrum der von Familie Konstantin Hennrich gelebten Speakeasy-Kultur.

Angelehnt an den Namen und die Stufengestaltung präsentiert sich das Drinkkonzept der "Stairs Bar". Angeboten werden sechs Drinks in je drei Varianten respektive Stufen: Zusätzlich zur Originalversion präsentiert das Barteam je einen klassischen Twist sowie eine Eigenkreation. Ein Beispiel für diese drei Drinkstufen sind etwa der Manhattan, der Brooklyn sowie der Womanhattan. 

Des Weiteren zeichnet sich die "Stairs Bar" durch seinen besonders nachhaltigen Umgang mit Zutaten aus. Die Säure liefern hausgemachte Zitronen- und Limettenwässer statt frischer Früchte, bei denen im gängigen Barbetrieb bekanntermaßen viel Abfall entsteht. Statt Eiweiß für die Drinks nimmt man Aquafaba, das dickflüssige Kochwasser aus der Kichererbsendose. Das produziert stabileren Schaum als Eiweiß, ist günstiger, vegan, lässt sich einfrieren und die Kichererbsen werden zu Hummus verarbeitet. Die Überbleibsel – in diesem Fall Zitronen- oder Limettensaft – werden geklärt und ebenfalls verwendet. Aus den Kernen kocht das Team Marmeladen und nimmt sie für Infusionen. Und selbst die Verschnitte der Zitronen und Limetten landen nicht im Abfall: Sie werden aufgehoben, eingefroren und zu Sirup weiterverarbeitet. Mittels Fermentation will das Barteam langfristig einen eigenen Wermut aus den Schnittresten gewinnen. 

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