Im Fokus: Top 5 Openings aus Berlin

Anouki, Berlin. Copyright: Philipp Langenheim & Corina Schadendorf

Berlin gibt Gas

Trotz Corona: Die Berliner Gastronomie bewegt sich munter weiter. Wir stellen fünf spannende Neue aus der Hauptstadt vor.

Text: Jan-Peter Wulf

Nur wenige Tage nach der Eröffnung im März musste das „Anouki“ in der Gerviniusstraße 43 pandemiebedingt schon wieder zusperren. Jetzt ist es – unter bekannten Auflagen – wieder auf: Im kulinarischen Zentrum des farbenfroh gestalteten Restaurants mit Urban-Terrazzo-Tischen steht französische Küche traditionell und modern – Bouillabaisse und Boeuf Bourgignon treffen auf Bowls und Ceviche mit Loup de Mer. Patron Sascha Lissowsky kommt vom Ex-Dreisterne „La Vie“ in Osnabrück; Geschäftsführer sind Egbert Möller und seine Tochter Marisa, gemeinsam betreibt das Trio auch das Hotel „New Wave“ auf Norderney.
www.anouki-brasserie.de


Osterberger Bar; Copyright: Annie Smith PhotographyStefan Gruber-Osterberger und Thorsten Osterberger haben Ende 2019 die Räume des Ex-„Slate“ in der Elisabethkirchstraße 2 übernommen und haben nun das „Osterberger“ eröffnet. Das Design ist vom Mid-Century-Stil und Miami-Art-Déco geprägt; die Küche von Birger Solterbeck („Erno’s Bistro“, Frankfurt, „Grand Hotel Park Gstaad“, „Zuma“, Miami) ist bistronomisch: Loup de Mer mit Selleriepüree, Schweinebauch mit Fingermöhren, Edamame und Kümmeljus, Fjordlachs-Tartar mit Sesamcreme stehen unter anderem auf der bewusst übersichtlich gehaltenen Karte. (Foto: Annie Smith Photography)
www.osterberger.de


Le Pierre Rooftop GrillMit dem Gastro-Restart eröffnete auf dem Dach des „Amano Grand Central“ der „Le Pierre Rooftop Grill“ mit BBQ-Klassikern wie Flank Steak, Meeresfrüchten wie flambierten Gambas und vegetarischen Komponenten wie gegrilltem Spargel. „Wir glauben, dass das Rooftop Restaurant eine optimale Nutzung dieser einzigartigen Fläche ist“, so Amano-Chef Ariel Schiff. Unter Einhaltung von Abstands- und Sicherheitsregeln finden maximal 80 Personen Platz. Das „Bistro“ im Erdgeschoss wird zurzeit zum Restaurant „Le Pierre“ umgebaut – Eröffnung ist im Herbst.
www.amanogroup.de


Sake36; Copyright: Matthew GammonLaura Käding und Maximilian Fritzsch („Tokuri“) haben in der Reichenberger Straße 36 mit dem „Sake 36“ ein Mischkonzept aus Tasting Room und Apéro-Bar eröffnet. Unterstützung erhalten sie dabei von Techno-DJ und Sake-Fan Richie Hawtin, der mit „Enter Sake“ auch eine eigene Linie des japanischen Traditionsgetränks vertreibt. Verkostungen finden für Privatpersonen und für gastronomische Wiederverkäufer statt; am frühen Abend reicht das Team diverse handwerkliche Sake zusammen mit kleinen internationalen Speisen. Das Ziel: zeigen, wie gut Sake zu verschiedenen Küchen passt – nicht nur zur japanischen. (Foto: Matthew Gammon)
www.sake36.com


MontRawDas Bar-Restaurant „Tor 189“ in der Torstraße 189 hat den Corona-Shutdown leider nicht überstanden. Nachfolger ist das „MontRaw“, das von der Straßburger Straße in die Gastro-Meile umgezogen ist – dem Konzept wurde der Platz in der Stammlocation zu klein. Während die Umbauarbeiten am neuen Standort noch laufen, hat man die alte Location zur „Mezze Bar – By MontRaw“ umgewidmet. Weine und eine kleine Speisenauswahl wie Fish Crudo oder Lahoh, jemenitische Pfannkuchen mit Entenbrust, Salat und Creme Fraîche stehen im Programm. Betreiberin beider Objekte ist Galina Marimont; Gastgeber ist Shimon Rokhlin und Küchenchef Ben Barabi.
www.themezzebar.com / www.montraw.com