Im Fokus: Die Sieger beim Deutschen Gastro-Gründerpreis 2018

Fünf Newcomer-Konzepte stellten sich am Freitag, 9. März 2018, im Rahmen der Messe Internorga dem Voting des Hamburger Publikums. Das nachhaltige, die Kreislaufwirtschaft in die Praxis umsetzende Café-Konzept "ISLA Berlin" gewinnt den unter anderem mit 10.000 Euro Preisgeld dotierten Hauptpreis. 
 
Von Urban Fishfood über eine "digitale Zubereitungsprothese" für Menschen mit kognitiven Schwächen bis hin zum Café mit Zero-Waste-Ansatz - der neu formierte Deutsche Gastro-Gründerpreis stellte eindrucksvoll die Innovationsfreude der Gastro-Startups unter Beweis. Aus insgesamt 460 Bewerbern qualifizierten sich fünf Ideen für das große Finale im Rahmen der Internorga. Gewonnen hatten sie zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits alle - und zwar ein Siegerpaket im Wert von je über 10.000 Euro, bestehend aus einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro, vielen Sachpreisen und professionellem Coaching.   
 
Beim Live-Pitch, der von Tim Mälzer moderiert wurde, hatten die Macher jeweils fünf Minuten Zeit, ihr Konzept zu präsentieren und die Gunst des Publikums zu gewinnen, das abschließend per SMS über den Hauptgewinner abstimmte. Dabei überzeugt das Team von "ISLA Berlin" und sammelte im Live-Voting die meisten Stimmen ein. Die kreativen Köpfe Peter Duran und Philipp Reichel dürfen sich über 10.000 Euro als Startkapital gesponsert durch die Gastro Academy freuen. Außerdem erhalten sie eine 40-stündige Beratung im Wert von 5.000 Euro durch den Leaders Club Deutschland zur Weiterentwicklung des eigenen Konzepts, die Teilnahme an den internationalen Foodservice-Events im Rahmen der Internorga sowie die Teilnahme an der Radeberger-Trendreise nach New York.
Weitere Infos: www.gastro-gruenderpreis.de
 

Die siegreichen Gastro-Konzepte im Kurzporträt:

ISLA Berlin
Peter Duran und Philipp Reichel regen zum Umdenken an: Zero Waste und Kochen mit geretteten Lebensmitteln sind ein erster Schritt zu nachhaltiger Wirtschaft. ‘ISLA Berlin’ setzt auf Kreislaufwirtschaft: Alles wird verarbeitet, nichts weggeworfen – aus nicht genutzter aufgeschäumter Milch für Kaffeespezialitäten werden Joghurt und Ricotta hergestellt. Das ausgeklügelte Kreislaufsystem bremst einen der größten Kostentreiber in der Gastronomie aus: den Wareneinsatz. Die Jury lobt dieses unprätentiöse Unternehmenskonzept, das vorbildhaft Genuss mit reduziertem ökologischen Fußabdruck und fairem Handel lebt.
Weitere Infos: www.facebook.com/Islacoffeeberlin

Underdocks, Hamburg
Fischbude neu erfunden: Zwei junge Hamburger Jungs zogen aus, um dem Fischbrötchen wieder Popularität zu verleihen. Mit Underdocks wollen Burhan Schawich und Samet Kaplan die gute alte Fischbude vor dem Aussterben retten und sie ins Zeitalter des #foodporn katapultieren. Schnell und gleichzeitig stilvoll füllen maritime Köstlichkeiten von Pulled Lachs Roll, Ceviche bis hin zu Backfisch & Chips die Teller. Die Jury überzeugte das sympathisch-freche Gründerteam, das mit seinem Gründungskonzept Innovation und Tradition vereint und authentisches junges Hamburger Hafenflair versprüht.
Weitere Infos: under-docks.de/


Sando & Ichi, Hamburg
Authentisches japanisches Streetfood – damit erobern "Sando & Ichi" in Hamburg ein begeistertes Publikum. Das japanische Fast-Casual-Restaurant ist der Beginn einer größeren Vision: Mit den "KOJO People" wollen die Gründer Juuga Sakai und Jamin Mahmood ein Kreativhaus mit Gastronomie, Einzelhandel, Co-Working und Do-it-Yourself-Workshops schaffen. Die Jury prämiert das innovative Konzept um den inspirierenden dritten Ort, in dem vielfältige Begegnungsmöglichkeiten ein Zuhause finden, um damit einen Ausgleich im Zeitalter der Digitalisierung zu schaffen.
Weitere Infos: sandoichi.de/


El Feo, Wien
Herzblut, rare Mezcales und authentisches nordmexikanisches Streetfood für Wien: Ursula Varela Leyva, Daniel Varela Leyva und Alberto Ortega Cesena teilen ihre tiefe Liebe zur mexikanischen Kultur, zum Streetfood und zu den Getränken des mittelamerikanischen Landes. Diese bringen sie den Wienern im "El Feo" – auf Deutsch ‘Der Häßliche’ – näher und begeistern bereits ein Stammpublikum. Die Jury zeichnet die Authentizität des urbanen Konzepts fern jeglicher Klischees, das Engagement und den Wagemut des Gründerteams aus, die erste Mezcalería und Taqueria in Österreich zu eröffnen.
Weitere Infos: elfeo.at/


Freigeist, Überlingen
Soziales Engagement trifft auf technologische Innovation: Das Bistro-Konzept "Freigeist" bietet ein multimediales Erlebnis und fördert Inklusion. Im Nudel-Bistro von Michael Thieke und Reinhard Wein arbeiten Menschen mit kognitiven Schwächen, die sich Rezepturen und Zubereitungsschritte schwer merken können. Mit Hilfe einer ‚digitalen Prothese’ bereiten sie die Speisen direkt vor den Augen der Gäste zu. Der multimedial, edukative Lösungsansatz birgt für die Jury das Potenzial, ungelernten Kräften die Arbeit in der Gastronomie zu erleichtern und so dem Fachkräftemangel zu begegnen.
 

 

 

 

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