Im Fokus: Fehlerhafte Gewerbeabrechnungen

Gastronomen zahlen im Schnitt fast 7.000 Euro zu viel an Nebenkosten

Kaum Umsätze, dafür aber freie Zeit: Optimale Voraussetzungen, um mal die Nebenkostenabrechnung prüfen zu lassen! Laut Mietrechtsexperte Mineko sind 65 Prozent der Abrechnungen in der Gastronomie nämlich fehlerhaft.

Aufgrund der Corona-Krise kämpfen viele Gastronomen um das finanzielle Überleben und beschäftigen sich mit der Frage, wie sie Ausgaben einsparen können. Für sie lohnt sich oft ein genauerer Blick auf die Nebenkosten: Aufgrund intransparenter Abrechnungen verlieren Gastronomen unbemerkt viel Geld. Einer Analyse von über 100 Fällen durch den Mietrechtsexperten Mineko zufolge sind 65 Prozent der Nebenkostenabrechnungen für gastronomische Stätten fehlerhaft und fallen um durchschnittlich rund 6.850 Euro zu hoch aus – Höchstwert der untersuchten Branchen. Die Prop- und Legaltech-Plattform hat insgesamt über 1.200 gewerbliche Nebenkostenabrechnungen aus den Bereichen Gastronomie, Apotheke, Büro, Verkauf und Praxis auf ihre Richtigkeit überprüft. 

Falsch abgerechnete Posten treiben Nebenkosten in die Höhe

In vielen Gewerbeabrechnungen sind Kostenpositionen angegeben, deren Umlegung zuvor nicht vertraglich oder aber unbestimmt vereinbart worden ist. Hierzu gehören vor allem sonstige Betriebskosten wie die Wartung von sämtlichen technischen Anlagen eines Gebäudes. Oft werden auch unkonkrete Kostenpositionen abgerechnet, die die Wartung zweier technischer Anlagen beinhalten, aber nicht spezifisch voneinander getrennt worden sind. Die Wartung von Feuerlöschern kann z.B. nach Vereinbarung grundsätzlich umlegbar sein, die Wartung von Wandhydranten hingegen, sofern nicht konkret vereinbart, nicht. Vermieter vermischen also technischen Anlagen und die daran getätigten, gegebenenfalls nur teilweise umlegbaren Arbeiten häufig miteinander. 

Die finanzielle Umlegung dieser vom Vermieter vorgenommenen Maßnahmen auf den gewerblichen Mieter schlägt demnach mit hohen Kosten zu Buche. Gastronomen sollten ihre erhaltenen Nebenkostenabrechnungen daher präzise auf die angegebenen Posten überprüfen lassen. Mineko bewertet auf Grundlage aktueller Rechtsprechung die Umlagefähigkeit einzelner vereinbarter oder unkonkret vereinbarter Betriebskosten.

Über Mineko

Auf der Plattform Mineko haben Mieter die Möglichkeit, ihre Nebenkostenabrechnung online überprüfen zu lassen. Ohne Mitgliedschaft, Abonnement oder Terminabsprache laden Nutzer ihre Mietnebenkostenabrechnungen in digitalisierter Form auf das Portal und erhalten innerhalb von 48 Stunden einen verständlichen Prüfbericht, Tipps und Tricks für das weitere Vorgehen und ein vorgefertigtes Anschreiben für den Vermieter. Die Rechtsexperten von Mineko kontrollieren die Abrechnung und die einzelnen Beträge auf formale und materielle Richtigkeit und überprüfen die Umlagefähigkeit aller Posten sowie die Korrektheit der Verteilerschlüssel.