Im Fokus: Rache via Twitter

Die Tweets von @ploughpub

Wer seine Mitarbeitet feuert, sollte danach rasch sicherstellen, dass diese keinen Zugriff mehr auf die firmeneigenen Internetpräsenzen haben. Denn das kann mitunter gravierende Folgen haben, was nun auch der „Plough Pub“ in Oxfordshire auf die harte Tour lernen musste. Was war geschehen? Kurz vor Weihnachten wurde der bisherige Küchenchef Jim Knight vor die Tür gesetzt. Dieser war darüber verständlicher Weise wenig erfreut, hatte aber noch den Zugang zum Twitter-Account des Pubs – und das nutze er für eine delikate Abrechnung mit seinem alten Arbeitgeber.

Aus der Sicht des Arbeitgebers twitterte er seine eigene Entlassung und begründete diese auch ausführlich – allerdings mit Interna, die dem Chef wohl wenig schmecken dürften:

„Wir möchten euch mitteilen, dass wir gerade unseren Chefkoch gefeuert haben!“

„Unglücklicher Weise wollte er diesen Monat ein Wochenende und auch an Weihnachten einen Tag frei haben, um diesen mit seiner Familie zu verbringen. Also dachten wir, wir schmeißen ihn raus!“

„Genau, eine Woche vor Weihnachten!“

„Uns ist es egal, dass er eine 7 ½ Monate alte Tochter hat“

„Aber egal, kommt weiter vorbei und bezahlt horrende Preise für australische Sirloins, neuseeländisches Lamm und alles andere, was man bei ASDA (Red.: britische Supermarktkette) kaufen kann“

„Frohe Weihnachten, allerseits!“

Doch der darauf folgende Shitstorm hatte auch etwas Gutes: Als Folge dieser Tweets verzeichnete der Pub dreiviertel der monatlichen Seitenaufrufe in nur 24 Stunden und der Koch – der den Account übrigens selbst angelegt hatte – fand über seine Postings schnell einen neuen Job.

https://twitter.com/ploughpub

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