Im Fokus: Top 5 Openings aus Hamburg

Heemann, Hamburg: Lars Heemann und Kollege vor ihrem Laden

Hamburg ist hot

Trotz Pandemie – die Eröffnungen dieses Jahres sind hochspannend. Von der hippen Seafood-Bar über regionale und exotische Tapas-Konzepte bis zu einem großen Coworking Space für Food und Gastronomie.

Text: Jan-Peter Wulf

Lars Heemann (im Bild rechts) hat seine Karriere als Wirtschaftsdirektor in der internationalen Hotellerie hinter sich gelassen, ist nach vielen Jahren in seine Heimat zurückgekehrt und hat nun auf dem Eppendorfer Weg 159 ein Restaurant aufgemacht: Das „Heemann“ serviert seinen Gästen Speisen mit nordisch-regionalem Schwerpunkt, zum Teilen und zum alleine Sattwerden: Die Speisen wie Ackerbohnen-Fenchel-Salat, Schweinenacken mit Pflaumen-Ingwer-Salsa und das „norddeutsche Curry“ (Kabeljau mit Spitzkohl, Einkorn und Gemüse) gibt es je in zwei Portionsgrößen und können auch zum Abholen vorbestellt werden.


XO Seafoodbar Interieur; Foto: Wim JansenNummer drei auf einer Straße: Fabio Haebel hat nach seinem Restaurant „hæbel“ und der Naturweinbar „La Cave“, beides Paul-Roosen-Straße 31, nun auch die „XO Seafoodbar“ auf der kleinen Gastro-Meile (Hausnummer 22) eröffnet. Nomen est omen: Es geht um Frisches aus dem Meer und um Drinks. Vom Sando-Sandwich mit Sardinen übers halbe Dutzend Austern bis zu Fisch nach Fang des Tages reicht die Speisekarte, zu trinken gibt’s u.a. biodynamische Weine, Sake und neu interpretierte Cocktail-Klassiker. (Foto: Wim Jansen)


Herzstück, InterieurChristian Buchleitner hat sein Restaurant „Vesper“ zusammen mit Johannes Schröder („Was wir wirklich lieben“, „Küchenfreunde“) im August als „Herzstück“ wiedereröffnet. Das Ganztageskonzept in der Osterstraße 10-12 setzt auf regionalsaisonale und nachhaltige Küche, mit vielen Zutaten vom eigenen Kastanienhof in der Lüneburger Heide. Das Angebot reicht vom Übernacht-Müsli über wechselnden Lunch bis zum Dinner, dazu serviert man auch hier vorwiegend biodynamischen Wein und ausgewählte Drinks. (Foto: Herzstück)


Foodlab, Küche mit TeamDas neue „foodlab“ im Waterkant-Gebäude in der HafenCity (Überseeallee 10) ist ein Objekt gewordener Tausendsassa: Pop-up-Restaurant mit monatlich wechselnden Gastgebern nach Vorbild des ehemaligen Kölner „Laden Ein“. Coworking-Space mit fünf angeschlossenen Test- und Produktionsküchen für Food-Startups. Café (betrieben von den „Hanseatic Coffee Roasters“). Und Ort für Food-Medien-Produktionen mit eigener Showküche und Esstischen. Gastgeberin dieses Metakonzepts, das sich über 1.000 Quadratmeter erstreckt, ist Christin Siegemund. (Foto: Foodlab)


Maa' Deyo, Interieur mit Blick in die KücheNochmal Tapas: „Chembe“, die karibisch-afrikanische Variante, gibt es im neuen „Maa’ Deyo“ in der Silbersacktwiete 6. Die Betreiber Phillip Zitterbart (zuvor u.a. „hæbel“, „Salt & Silver“) und Cristian Orellana (zuvor bei der „Kitchen Guerilla“ in der „Cantina Popular“) bieten ihren Gästen zum Beispiel den Klassiker Jerk Chicken, das westafrikanische Reis-Eintopfgericht Jollof mit Tomate und Fisch, verfeinert mit Kokos, Kaviar und Koriander oder karibisch interpretierte Ceviche an. Drinks gibt es mit kleinem Rum-Schwerpunkt. Das „Maa’ Deyo“ will auch der Kunst und Kultur eine Bühne bieten und richtet regelmäßig kleine Events aus. (Foto: Maa' Deyo)