Im Fokus: Vier Trends für Sekt, Prosecco und co.

Schaumwein Trends; Foto: Adobe Stock

Let it fizz!

Rosa, wild und spritzig: was erwartet uns in Sachen Schaumwein im neuen Jahr? Diese vier Trends für die Gastronomie sollten Sie auf dem Schirm haben.

(Bild: AdobeStock)

1

Klassische Flaschengärung

Immer mehr Winzer aus Deutschland und Österreich setzen auf klassische Flaschengärung. Oft zwar noch in kleinen Mengen hergestellt, versprechen diese Schaumweine jedoch einen großen Boom. Besonders spannend ist dieser Trend nämlich für alle, die auf Regionalität setzen. Vorgemacht haben es französische Crémants, die schon länger als preisgünstige Alternative zum Champagner geschätzt werden. Jetzt ziehen die heimischen Produzenten nach und präsentieren ihre Versionen des hochwertigen Schaumweins.

2

Rosé

Mitte 2020 hat die Weinkommission im italienischen Agrarministerium die Einführung des Prosecco DOC Rosé genehmigt. Die ersten Hersteller haben ihre rosigen Variationen bereits auf den Markt gebracht. Und leisten damit Champagner, Sekt und Co. Gesellschaft, die den großen Rosé-Trend schon seit vielen Jahren bedienen. Auch an den Erfolg des weißen Prosecco wird Rosé anschließen können, denn: Er schmeckt fruchtiger, weniger säurebetont und ist ein optisches Highlight.

3

Pet Nat

Pet Nat ist die Abkürzung für Pétillant Naturel (natürlich perlend) und sozusagen die prickelnde Schwester des Naturweins. Hier kommt der bereits gärende Most zum Weitergären in die Flasche, wodurch die Hefe im Getränk bleibt und die Weine meistens trüb sind. Das Ergebnis ist ein wilder, kantiger Geschmack. Erst seit wenigen Jahren wird den Pet Nats außerhalb von Frankreich Beachtung geschenkt. Und während viele von ihnen vor zwei, drei Jahren beim Öffnen noch überschäumten – oder aber ganz still waren – sind sie mittlerweile erwachsen geworden und überzeugen oftmals mit angenehm-natürlichem Prickeln.

4

Obstweine

Cidre hat Obst-Schaumweine erstmals salonfähig gemacht. Neben Äpfeln stehen jetzt aber noch mehr spannende Obstsorten auf dem Gär-Plan; etwa Birne, Kirsche oder Rhabarber. Professionelle Macharten kommen momentan vor allem aus Dänemark und Schweden. Aber auch im Berliner Umland setzen immer mehr Produzenten auf die Trauben des Nordens. Noch steht der Trend zwar ganz am Anfang. Doch vor allem in einigen Szene-Läden kommen prickelnde Obstweine gerade groß raus.