Interview: Oliver Kischner: 25 Jahre haben Spuren hinterlassen!

Oliver Kischner, Gelbes Haus (Nürnberg)

"25 Jahre haben Spuren hinterlassen"

Das „Gelbe Haus“ in Nürnberg ist seit über einem Vierteljahrhundert eine Top-Adresse in der Deutschen Barkultur und jüngst wurde das 25-jährige Jubiläum in einer dreitägigen Sause mit alten Freunden, Wegefährten und Gästen gefeiert. Nun spricht Oliver Kirschner, Inhaber und kreativer Kopf hinter dem Gelben Haus, über sein Erfolgsrezept, seinen Weg zum Mehrfachgastronom und seine Pläne für die nächsten 25 Jahre.

Herr Kirschner, das Gelbe Haus ist bekannt als zeitloser Langstreckenläufer. Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Geheimrezept „Gelbes Haus“?

Oliver Kirschner: Im Fokus stand bei uns schon immer der Genuss und das soll auch so bleiben. Dennoch bleiben wir nicht stehen und entwickeln Angebot, Personal und Außenkommunikation ständig weiter. Das erklärt auch unser Jubiläumsmotto ‚Gelbes Haus – 25 Jahre haben Spuren hinterlassen‘. Mit ‚Spuren hinterlassen‘ meinen wir natürlich die Kompetenz und Weiterentwicklung, die wir uns in den vergangenen Jahren in den Bereichen Spirituosen, Drinks und Cocktails aufgebaut haben. Ein ‚Geheimrezept’ haben wir nicht, aber ich denke, dass unser Gesamtkonzept das Besondere ausmacht. Wir sind Genussbotschafter, die den besonderen Geschmack an unsere Gäste transportieren wollen. Wir sind individuell und arbeiten sowohl an der Bar als auch im Catering ausschließlich mit qualitativ hochwertigen und wenn es geht mit regionalen Produkten. Aktuell fangen wir vermehrt damit an, eigene Produkte herzustellen. Das hat schon früher begonnen, aber mittlerweile ‚schießen’ wir uns darauf ein.

Ein weiterer Baustein unseres Erfolges ist es vielleicht auch, dass wir unseren Gästen in einer schnelllebigen und informationsüberladenden Gesellschaft einen Ort bieten, an dem Altbewährtes und Neues gleichermaßen seinen Platz finden. Einen Ort, seine Zeit genießen – in ruhiger Atmosphäre, bei einem netten Bargespräch.“

 

Wie hat sich das Gelbe Haus in den vergangenen 25 Jahren entwickelt? Welche Entwicklungsschritte sind Sie gegangen?

Oliver Kirschner: 1989 haben wir den Grundstein für die Unternehmensgruppe gelegt und sind mit der Bar „Gelbes Haus“ gestartet. Kein Jahr später übernahmen wir die Bewirtschaftung eines der großen Freibäder Nürnbergs mit in Spitzenzeiten immerhin 6.000 Besuchern. Zwei Jahre später kam ein weiteres Freibad dazu, das mit 12.000 Besuchern noch ein wenig anspruchsvoller war. Außerdem hatten wir noch ein großes Kellerlokal an der Nürnberger Burg und waren wir auf sämtlichen bekannten innerstädtischen Veranstaltungen Nürnbergs wie dem Fränkischen Weinfest oder dem Altstadtfest aktiv.

Eine ‚Gruppe’ waren wir demzufolge eigentlich schon immer, nur hatten wir dafür kein besonderes Bewusstsein. In den letzten beiden Jahren haben wir intensiv daran gearbeitet, unseren Körper auch einen Kopf gegeben und werden mit unseren drei Betrieben – Bar, Catering und Tafelhalle weitermachen und das „Gelbes Haus“ verstärkt als Unternehmensgruppe nach außen kommunizieren. In den kommenden Jahren möchte ich zudem vermehrt meine Kompetenz in der Beraterfunktion der Bar und Gastronomieszene zur Verfügung stellen und die Industrie mit spannenden Konzepten insbesondere für Handel und Endverbraucher unterstützen.

 

Was ist Ihre persönliche Vision für die nächsten 25 Jahre?

Oliver Kirschner: Die Entwicklung der „Gelbes Haus-Gruppe“ zum Gesamtbetrieb, der in redlicher Art und Weise am fränkischen Geschäftsleben teilnimmt. Und in 25 Jahren habe ich vielleicht meine erste ‚Midlife Crisis’ oder meinem dritten Frühling. Aber wenn ich es so recht überlege, nehme ich den Frühling... das ist besser für mich.“

www.gelbes-haus.de

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