Interview: Was geht, Cider?

Ciderei-Geschäftsführer Georg Höfer

„Ein ganz besonderes Produkt“

In ihrer Ciderei haben die Geschäftsführer Georg Höfer und Philipp Jäckel aktuell rund 150 bis 200 Cider-Spezialitäten im Sortiment, von Herstellern jeder Größe und allesamt in bester Qualität und ausschließlich aus Direktsaft hergestellt. Wir haben Sie gefragt, wie es um den Cider 2019 steht.

 

Wieviel Cider-Kompetenz hat die Gastro-Szene?

Georg Höfer: Da der Cider-Markt in Deutschland noch recht jung ist, spüren wir eine einigermaßen große Verunsicherung auf Seiten der Gastronomie. Wir stellen fest, dass bei der Auswahl der Cider für die Gastronomie in erster Linie nach dem Einkaufspreis und der Optik der Flaschen entschieden wird und weniger nach Geschmack und Qualität. Unsere Produkte sind durchwegs sehr hochwertig, es ginge also ohnehin nur um Geschmacksnuancen. Außerdem hat die Gastronomie in der Regel schon ein sehr breites Getränkesortiment. Deshalb entscheiden sich die Einkäufer meist für einen Hersteller mit ansprechendem Label und drei bis vier Geschmacksrichtungen. Bei uns ist die Gastronomie aktuell besonders an den Goldkehlchen-Cidern interessiert. Noch wird aber mit einiger Zurückhaltung eingekauft.

 

Lohnt es sich, Cider auf die Karte zu nehmen?

Georg Höfer: Cider wird aus unserer Sicht erst dann zum Selbstläufer, wenn ihn der Gast einmal im Glas hatte. In der Regel wird aber zu den Klassikern wie Bier und Wein gegriffen. Deshalb sind Gastronomen gefragt, die gerne selbst Cider trinken und hinter dem Produkt stehen und gerne Geschichten mitverkaufen. Sie kriegen dafür ein ganz besonderes Produkt und eine große Produktvielfalt.

 

Welche Cider-Trends gibt es aktuell?

Georg Höfer: Bei Cider wird, vor allem in Zentraleuropa, viel mit verschiedenen Geschmackszutaten experimentiert. Besonders spannend erscheinen uns die gehopften Cider. Sie sind ein echter Radler- oder Bierersatz und werden bei uns ab diesem Frühjahr im Sortiment auftauchen. Es gibt mehrere Hersteller, die diesen Geschmack im Sortiment haben, z.B. Ramborn. Da diese Produkte sehr neu auf dem Markt sind, können wir zu verkauften Mengen noch nichts sagen.

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