Kommentar: Brouërs Corner: Loving Gastro!

Loving Gastro!

„Fucking Gastro Reloaded“ nennt sich das Buch, in dem der Linzer Gastronom Günter Hager „neue Frontberichte aus dem Vorschriften-Dschungel“ liefert und seinen erfolgreichen Erstling „Fucking Gastro“ fortsetzt. Schilderungen, die einem eigentlich jegliche Lust auf die Gastronomie nachhaltig austreiben müssten. An diese Bücher musste ich denken, als ich kürzlich bei den Gastro Startup Sessions in Hamburg Dutzenden hoffnungsvollen Gründern in die Augen blickte. Sind die alle wahnsinnig, masochistisch, blind-romantisch?

Ja, zum Glück! Und vor allem sind sie getrieben von einer unbändigen, kreativen Lust, ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Die Individualgastronomie habe heute angesichts der wild wuchernden Vorschriften kaum noch eine Chance gegen die Systemer, heißt es oft. Leider nicht ganz falsch. Andererseits haben die Einzelkämpfer etwas, das Systemer nicht so einfach herbeizaubern können: Herz und Seele.
Die Bedeutung individueller Gastronomie für den Wirtschaftsfaktor Tourismus ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Es wäre schön, wenn die Antwort darauf nicht eine immer stärkere Behörden-Gängelung wäre.

BENJAMIN BROUËR
STV. CHEFREDAKTEUR
BROUER@FIZZZ.DE

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