Kommentar: Fast richtige Schlüsse

Thürer´s Attacke

Sie sind so populär wie nie zuvor, die Fernsehköche. Fast jeder Sender hat seinen eigenen Vorzeigelöffelschwinger, der nicht müde wird, den Deutschen in Sachen Kulinarik, Qualität und gutem Essen ins Gewissen zu reden. In Zeiten von Mikrowellencurrywurst, Tiefkühlpizza und Toasterschnitzel eigentlich eine gute Sache. Aber manchmal sind die Tipps der Kochexperten… sagen wir mal, etwas halbseiden.

 Beispiel gefällig? Kürzlich schwabulierte auf einem Privatsender einer dieser selbsternannten Ernährungswissenschaftler über Fisch und nach welchen Kriterien dieser zu kaufen sei. Aquakultur gehe ja aus umwelttechnischen Gründen mal gar nicht. Man solle immer auf Wildfang zurückgreifen. Toller Tipp, vor allem, da von Überfischung der Meere ja keine Rede sein kann. Sicher, Aquakultur ist nicht unproblematisch. Aber auch hier gibt es verlässliche Gütesiegel und Zuchtmethoden, die mit dem Nachhaltigkeitsgedanken vereinbar sind. Woran man sich da orientieren kann, wäre ein weitaus besserer Rat gewesen. Nur landet dann eben kein perfekt gemaserter Wildlachs auf dem Teller,  sondern vielleicht nur ein schnöder Karpfen.


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Alexander Thürer
Redaktion fizzz
thuerer@fizzz.de

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