Kommentar: Thürers Attacke: Achtung, Sparfuchs!

Thürers Attacke: Achtung, Sparfuchs!

Kürzlich las ich einen recht befremdlichen Artikel in einer großen Münchner Tageszeitung. Darin gab die Autorin fünf Tipps, wie man beim Besuch eines Restaurants Geld sparen könne. Die Ideen reichen von „Schau dir vorher die Online-Speisekarte an“ bis hin zu „Verzichte auf Vorspeise und Dessert und friss dich lieber am kostenlosen Brotkorb satt“. Fehlt eigentlich nur noch der Leitungswasser-Trick oder das mit dem „Haar in der Suppe suchen“ für einen Entschuldigungsespresso am Schluss. Aber mal ganz abgesehen von der latenten Unverschämtheit, die ein solcher Artikel darstellt, lässt er doch in Sachen Image, welches die Gastronomie genießt, tief blicken. Immer noch scheinen sich manche keinerlei Gedanken darüber zu machen, wie sich ein Gastronom finanziert und dass er seinen Laden nicht aus reiner Nächstenliebe betreibt. Dass auch er für Wasser, Strom, Miete, Personal, die Brotkörbe und die Speisen, die er auftischt, irgendwann irgendwen bezahlen muss. Was wohl die Dame der Zeitung davon halten würde, sie nur für den abgespeckten Mittelteil ihrer wunderlichen Texte zu bezahlen, da der Rest ja ohnehin nur unnötiger Ballast ist? 
 
Alexander Thürer
Redaktion fizzz
thuerer@fizzz.de

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