Kommentar: Thürers Attacke: Es lebe der Convenience-Mampf-Erhitzer!

Thürers Attacke: Vorbilder, wir brauchen Vorbilder!

Vorbilder, wir brauchen Vorbilder!

Bei Vapiano brennt mal wieder der Bär. Nach niedlichen Raupen im Salat, nicht mehr ganz so putzigen Unregelmäßigkeiten bei Lohnzahlung und Zeiterfassung und frechen Billig-Garnelen statt teurer Scampi sind es nun angeblich gammelige Nudeln, die dem hochgelobten Konzept das Leben schwer machen. Wirklich tragisch, das Ganze. Überraschend ist dabei aber weniger die Tatsache, dass ein Systemer mal wieder an der Qualität spart, sondern der Umstand, dass bei vielen nun das „Leitbild Vapiano“ Risse bekommt.

Da frage ich mich nämlich, worin diese Vorbildfunktion eigentlich bestand? Sicherlich, in Sachen Organisation, Prozessoptimierung und Marken-PR ist Vapiano top. Aber wie kann es vorbildhaft sein, den Service auf den Kunden abzuwälzen und das auch noch als Wohlfühlargument verkaufen? Oder sind es etwa die Convenience-Mampf-Erhitzer – Entschuldigung, die Vapianisti –, die nach einer Schulung, deren Geschwindigkeit eine 5-Minuten-Terrine blass aussehen lässt, das „erfrischende“ Essen zubereiten? Wenn das die Schablone für die Gastronomie von morgen ist, bleibe ich in Zukunft lieber zuhause!

ALEXANDER THÜRER
REDAKTION FIZZZ
THUERER@FIZZZ.DE

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