Kommentar: Von wegen Foodporn!

Kennen Sie das? Beim Blick in das Supermarktregal überkommt einen manchmal unwillkürlich die Frage: „Wer soll denn so einen Mist essen?“ Mir geht das sehr oft so, woran auch der neue Hype um bewussteres Essen, egal welcher Ausformung, nichts ändern kann. Denn leider treibt jeder Trend an einem gewissen Punkt seltsame Blüten. Beispiel gefällig? Der Verzicht auf Fleisch.

Vegetarische oder gar vegane Küche hat ihr Randgruppenimage längst hinter sich gelassen. Und warum auch nicht? Wem Fleisch nicht schmeckt oder wer es aus moralischen und ethischen Gründen nicht anrühren möchte, dem werde ich das sicherlich nicht absprechen. Was ich dann aber nicht nachvollziehen kann, ist das Ausweichen auf Fleischersatzprodukte, die den Geschmack und die Kosistenz von echtem Fleisch imitieren. Was ist denn da bitte noch von der ursprünglichen Idee des bewussten und gesunden Essens übrig geblieben? Dass an die Stelle des Metzgers nun ein Food-Designer im Laborkittel tritt, war sicherlich nicht der Plan. 

Hauptsache, man hat ein reines Gewissen und das Gefühl, sich und der Welt etwas Gutes getan zu haben. Na dann: „Guten Appetit!“

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