Kommentar: Wozu einen Plan B?

Fizzz-Redakteur Alexander Thürer

Am Gastro-Business hätte Charles Darwin seine helle Freude gehabt. „Survival of the fittest“ gilt hier wie in kaum einer anderen Branche, und jeder, der den Sprung in dieses Business wagt, verdient meinen höchsten Respekt. Oftmals wird mit hohen Einsätzen gespielt, das gesamte Privatvermögen riskiert, um sich den Traum vom eigenen Laden zu erfüllen. Doch manche dieser Träumer möchte man am liebsten packen und eher gestern als heute aus ihren Wolkenschlössern reißen. Vor allem dann, wenn der sprichwörtliche Plan B fehlt und alles auf eine Karte – oder besser ein einziges Produkt gesetzt wird.

Egal ob dieses Bubble Tea, Cupcake, Smoothie oder sonst wie heißt – nur in den wenigsten Fällen ist eine zu spitze Spezialisierung eine gute Idee. Viel zu oft vermisse ich das kritische Hinterfragen der eigenen Idee. Würde ich selbst mein Produkt jeden Tag konsumieren wollen? Braucht es das wirklich? Ist es ein kurzer Hype oder hat es Langlaufpotenzial? Wenn auch nur eine dieser Fragen mit „nein“ beantwortet wird, kann ein Plan B zum Existenzretter werden. 

 

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