Krisenmanagement: Was macht jetzt... Annika Taschinski?

Annika Taschinski, Elbgold

Was machen die Gastronomen in der Corona-Krise? Welche Maßnahmen haben sie ergreifen müssen? Wie geht's weiter?
Annika Taschinski und das Hamburger Elbgold-Team versuchen zu retten, was zu retten ist ... und verpacken im Akkord Kaffee.

"Bei uns brennt die Luft", ruft uns Annika Taschinski bei der ersten Kontaktaufnahme kurz zu und vertröstet uns auf später. Es dauert ein paar Tage, bis sie überhaupt Zeit für unsere Anfrage findet, denn trotz geschlossener Cafés - von Ruhe oder Stillstand kann keine Rede sein. Abgesehen vom akuten Krisenmanagement - schließlich betreibt das Team nicht nur eine Rösterei, sondern auch sechs über das Stadtgebiert verteilte Cafés - gilt es jetzt, an anderer Stelle Gas zu geben.  

Also, was machen jetzt Annika Taschinski und das "Elbgold"?
"Im Moment arbeiten wir hier mit einem Team von 10 statt 85 Leuten. In zwei Teams, damit die Teams keinen Kontakt zueinander haben. Alle unsere Cafés sind geschlossen. In der Schanze rösten wir weiterhin sechs Tage die Woche, allerdings nur noch eine Schicht am Vormittag. Ansonsten verpacken wir Kaffee. Der Online-Shop zieht an (3x soviel wie sonst) und zudem haben wir bereits eine Woche vor dem Shutdown einen eigenen Lieferservice gestartet. Wir fahren jeden Tag mit unseren E-Mobilen oder mit dem Fahrrad in den Stadtteilen, in denen wir Shops haben, unseren Röstkaffee selber an unsere Kunden aus. Unsere Kunden lieben uns dafür und wir bekommen gerade sehr viel Zuspruch, das hilft! Zudem brauchen unsere Wiederverkäufer wie Hobenköök, Mutterland und der Frischepost (Lieferdienst in Hamburg von regionalen Produkten) jetzt mehr Kaffee. Büros bestellen weiterhin Kaffee und Zuhause und im Homeoffice wird jetzt mehr Kaffee getrunken. Das hilft uns auch. Wie es weitergeht, ob wir Hilfe bekommen etc. kann ich zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht beantworten. Das werden wir dann sehen..." 

https://www.elbgoldshop.com/