Krisenmanagement: Was macht jetzt... Shani Ahiel?

Shani Ahiel, Foto: Ben Fuchs

Was machen die Gastronomen in der Corona-Krise? Welche Maßnahmen haben sie ergreifen müssen? Wie geht's weiter? Start unserer neuen Online-Serie.  

Auf dem neuen FIZZZ-Titel (Ausgabe 4/2020) strahlt sie noch die pure Lebensfreude aus, voller Tatendrang, voller Hingabe zum Gast und voller Liebe zur Gastronomie. "Big Love" haben wir dazu getitelt. "Shani Ahiel und die Gastronomie: die Geschichte einer Flucht, eines Neustarts und einer großen Liebe."

Nein, an der Liebe zur Gastronomie hat sich bis heute sicherlich nichts geändert - und doch gibt das Bild, gibt die Story, beides entstanden Mitte Februar, ihren heutigen Gemütszustand nicht mehr wieder. Vier, fünf Wochen später, zum Erscheinen der Ausgabe, stellt sich die Situation für die erfolgreiche Gastronomin und ihre Läden "Yafo" und "Shishi" gänzlich anders dar - und so erreicht unser Autor Jan-Peter Wulf bei der Nachfrage nach dem aktuellen Stand der Dinge statt des positiven Energiebündels eine sehr nachdenkliche und besorgte Shani.

Also, was macht jetzt Shani Ahiel?        
"Es ist eine schlimme Situation. Meine Mitarbeiter musste ich auf Kurzarbeit setzen, acht musste ich sogar entlassen. Einige Leute sind bis auf Weiteres nach Israel zurück gegangen. Es ist auch schwierig, den Überblick zu behalten, die Kommunikation ist nicht gut – erst mussten wir die Abstände vergrößern, dann durften wir nur noch bis zu einer bestimmten Uhrzeit aufhaben. Speisen zu liefern, macht für unsere Betriebe keinen Sinn. Was mir helfen würde, wäre finanzielle Unterstützung. Und die Halbierung der Miete. Ich hoffe sehr, dass es hierzu Regelungen in Deutschland geben wird. Nun nutze ich die Zeit, um zu überlegen, wie es grundsätzlich weitergehen soll. Das ist vielleicht das einzig Gute in einer solchen Situation: Alles stoppt. Sonst ist man viel zu beschäftigt, inne zu halten, seine Strategie zu überdenken, aber auch sich selbst wieder „aufzuladen“. Wir sind alle betroffen, jedes Business, ob groß oder klein."

Viel Glück und Durchhaltevermögen, Shani und allen betroffenen Gastronominnen und Gastronomen!