Interview: Alles Neu! Ulf Neuhaus zum Wandel der DBU

DBU-Präsident Ulf Neuhaus
Screenshot der neuen DBU-Seite www.dbu2014.de

Ulf Neuhaus ist seit einem knappen Jahr Präsident der DBU. Bei seinem Amtsantritt hat er sich viel vorgenommen und viele Änderungen versprochen, doch bei der diesjährigen Deutschen Cocktailmeisterschaft blieb erst einmal vieles beim Alten. Ulf Neuhaus gab uns nun während der 29. Deutschen Cocktailmeisterschaft in Stuttgart im Rahmen eines kurzen Interviews erste Einblicke, wann es mit der Erneuerung der DBU losgeht und wie diese aussehen wird.

 

FIZZZ: Herr Neuhaus, welche Änderungen stehen der DBU 2014 im Besonderen bevor?

Neuhaus: Wir nennen das Ganze „Agenda 2014“ für die wir unter www.dbu2014.de einen Countdown freigeschaltet haben, der am 1. Oktober abläuft. Dort werden wir dann auch explizit diese neue DBU vorstellen. Aber ich kann vielleicht schon mal ein paar Überschriften nennen, was sich alles ändern wird.
Zum einen kann ich mit Sicherheit sagen, dass die Deutsche Meisterschaft, wie wir sie heute hier erleben, in dieser Form nicht mehr stattfinden wird. Die Anforderungen an den neuen Deutschen Cocktailmeister werden immens höher werden. Es wird in Zukunft nicht mehr reichen, dass er da nur einen Drink mixt. Es wird so sein, dass wir mit den Sponsoren viel enger zusammenarbeiten, es wird Workshops geben, es wird Tests geben, es werden Gastgespräche geführt werden, kurz gesagt: das, was einen Barkeeper ausmacht – Gastgebereigenschaften, Warenkunde usw. –, wird zukünftig in die Bewertung einfließen.
Auch werden wir als Berufsverband an die Berufsschulen herangehen, da hier oft noch mit Material gearbeitet wird, das längst überholt ist und mit dem nicht gearbeitet werden sollte. Das ist aber nur ein Bruchteil des Ganzen, wir haben den Tiefenbohrer rausgeholt und fangen ganz neu an.

 

FIZZZ: Wie sieht es mit den Sektionsmeisterschaften aus? Bayern und Baden-Württemberg gehen hier ja schon einen gemeinsamen Weg –  ziehen die anderen jetzt nach?

Neuhaus: Ja. Es wird in Deutschland nur noch vier – ich nenne sie mal Landesmeisterschaften – geben: Ost, Süd, West und Nord. D.h. es werden mehrere Sektionen zusammengefasst und diese tragen dann die jeweiligen Meisterschaften aus. Das tun wir auch, um den Sponsoren entgegenzukommen, die dann nicht mehr auf 12 Veranstaltungen präsent sein müssen.

 

FIZZZ: Das bedeutet aber auch, dass das Starterfeld bei der Deutschen Meisterschaft sehr viel kleiner sein wird?

Neuhaus: Stimmt. Es ist geplant, dass im Finale nur noch die Erstplatzierten sind, d.h. dass 12 Erstplatzierte um den Titel kämpfen. Es wird aber nicht so sein, dass wir den Zweiten und Dritten dann nach dem Motto „Er hat es nicht geschafft“ alleine lassen, sondern wir werden sie mit einbinden. Sie wird dann einem Erstplatzierten zugelost, damit dieser seine Teamfähigkeit unter Beweis stellen und ein Team aus zwei Leuten anweisen kann.

Mehr zu den Plänen und Neuerungen bei der DBU lesen Sie auch in der Oktober-Ausgabe der FIZZZ.

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