Undercover: Tony Roma’s, Berlin

Tony Roma’s, Berlin
Tony Roma’s, Berlin
Tony Roma’s, Berlin
Tony Roma’s, Berlin

Lob oder Tadel? Begeisterung oder Ernüchterung? Champ oder Loser?  fizzz testet undercover:

Tony Roma’s, Berlin

Seit Herbst 2018 hat Berlin seinen eigenen Times Square. Er heißt „Mercedes Platz“ und befindet sich vor der gleichnamigen Arena, daneben hat die „East Side Mall“ ihren Betrieb aufgenommen. Entstanden ist so quasi ein neuer Stadtteil für Einkauf, Unterhaltung und viel Essen: Eine Systemgastronomie reiht sich an die andere. Unser Ziel, das „Tony Roma’s“. Gegründet 1972 in Florida von, ja, Tony Roma, hat es heute über 150 Outlets auf der ganzen Welt, eines der ersten deutschen befindet sich hier. 

Wir sind heute undercover +1 unterwegs, mit einem Junior-Testesser, der direkt Malunterlagen und Stifte erhält. Nächster Pluspunkt: Den Eistee gibt’s in einer Kidsgröße zum halben Preis, für den Senior ein gut kaltes „The Brale“ von Braufactum vom Fass. Die „Baby Back Ribs“, mit denen das Konzept seine weltweite Erfolgsreise angetreten hat, bestellen wir in der auch für Große ausreichenden Kinderportion, zusammen mit der Barbecuesauce eine herrlich leckere Sauerei. Die Pommes dazu sind nicht mehr warm und ziemlich durchschnittlich. Besser und very instagrammable ist der „Onion Loaf“, ein kreisrunder Kuchen aus handgeschnittenen Zwiebeln, mittig ist eine weitere Barbecue-Sauce platziert. Den bestelle man tunlichst zum Teilen, sonst ist man bereits satt und hat nur Zwiebeln intus. So bleibt noch Platz für weitere Rippchen, z.B. „Tony’s Buffalo Ribs“, Schweinerippen paniert in einer scharfen Sauce. Der Service warnt uns: Wirklich scharf! An den Tisch kommen vier wie artisanale Fischstäbchen aussehende Rippen, dazu eine Sauce. Ein scharfsaures, fast beißendes Erlebnis. Muss irgendwo in Amerika eine Spezialität sein. Eingetunkt in die dazu gereichte Käsesauce schwinden einem die Sinne. Egal, denn der Rest hat geschmeckt. 

Fazit: 
Ein kalorienreiches Vergnügen, das man sich nicht jeden Tag gönnen kann – auch angesichts der Positionspreise, die sich samt diverser Beilagen schnell zu einer stattlichen Summe aufaddieren. Aber: Man is(s)t ja auch nicht jeden Tag am Times Square.