485 Grad, Köln

Erstellungsdatum: 
Mittwoch, 22. Oktober 2014 - 17:00
Konzeptart: 
Restaurant
485 Grad, Köln
Der Name ist Programm
Inhaber Sebastian Georgi
Back to the roots

Die 90-Sekunden-Pizza

Text: Benjamin Brouër, Fotos: Ralf Bauer

Jetzt geht’s der Pizza an den Kragen. Also den Millionen von Pizzen mit billigen Zutaten, Analogkäse, Formschinken und Geschmacksverstärkern, die jedes Jahr in Deutschland verzehrt werden und den Namen Pizza eigentlich nicht verdient haben. Jene, die nichts mehr gemein haben mit der Idee der Pizzeria Brandi in Neapel, in der am 11. Juni 1889 die erste Pizza der Welt gebacken worden sein soll.

Ort der Konterrevolution ist die Kyffhäuser Straße im Studentenviertel Kölns. Die Anführer sind Sebastian Georgi, ehemaliger Chefsommelier im Sternerestaurant „Dieter Müller“, und Lars Zöllner, langjähriger Gerling-Manager und bekannter Kölner Kaufmann. In ihrem „485 Grad“, der „ultimativen Pizzeria“, kehren sie zurück zu diesen Wurzeln der neapolitanischen Pizza-Kultur. Will heißen: kompromissloser Qualitätsanspruch auf allen Ebenen. Angefangen bei den Zutaten wie dem Mehl aus Neapel, den San-Marzano-Tomaten aus Apulien, handgeschöpftem Büffel-Mozzarella oder Olivenöl aus Bio-Anbau. Fortgesetzt bei der Herstellung des Teiges, der nur wenig Hefe, dafür aber 72 Stunden Zeit erhält, um sich zu entwickeln. Bis schließlich hin zum maßgeschneiderten Pizzaofen, der auf exakt 485 Grad heizt, und aus dem belegten Teig in nur 90 Sekunden eine „Vera Pizza Napoletana“ zaubert. Neben den fünf Klassikern, von Margherita bis Marinara, gibt es zudem eine Reihe selbstkreierter Varianten mit teils ausgefallenen Zutaten wie bei der „Kölsch Bloot“ mit Feta-Crème, Blutwurst, Majoran, Apfel und Rote-Beete-Meerrettich (9,50 Euro).

Der Qualitätsanspruch wird selbstverständlich auch jenseits des Kernproduktes weiterverfolgt, nämlich bei den hausgemachten Antipasti, den Dolci und dem hochwertigen Kaffee des Kölner Rösters VanDyck. Und auch wenn Sebastian Georgi nun nicht mehr im Anzug das 3-Sterne-Publikum bedient, kann er vom Wein natürlich nicht ganz loslassen. Sobald die Konzession für den Alkoholausschank erteilt ist, geht die Weinkarte mit ausgesuchten Tropfen zu fairen Preisen an den Start. Mit dabei: der „verlorene Sohn“ Lambrusco. Auch er soll von den Fesseln der Vergangenheit befreit werden!

Kontakt

Kyffhäuserstraße 44
50674
Köln
0221 39753330

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