Beetschwester, Münster

Erstellungsdatum: 
Mittwoch, 9. September 2020 - 16:01
Konzeptart: 
Mischkonzept
Restaurant
Beetschwester, Münster; Copyright: Thomas Mohn
Beetschwester, Münster; Copyright: Thomas Mohn
Beetschwester, Münster; Copyright: Thomas Mohn
Beetschwester, Münster; Copyright: Thomas Mohn

Ganz schön grün

Text: Heike Hucht

Die Zeit mag noch nicht reif sein für ein Wirtshaus, das weder Fisch noch Fleisch auftischt. Aber eine rein vegetarische Tagesbar könnte selbst in Münster funktionieren: Aus dieser Idee ist die bildschöne „Beetschwester“ erwachsen. Angeschubst hat sie Wilma von Westphalen, die das Traditionsgasthaus „Großer Kiepenkerl“ managt. Und als Ziehmutter für die Green-Cuisine-Formel ausgeguckt hat die überzeugte Vegetarierin ihre Tochter und Assistentin. Regina von Westphalen, studierte Betriebswirtin und leidenschaftliche Hobbyköchin, hat schon der Enchilada-Konzeptlinie „Wilma Wunder“ Leben und Charme eingehaucht. Dass die „Beetschwester“ ausgerechnet in einem ehemaligen Blumenladen optimale Wachstumsbedingungen finden würde – purer Zufall. Die nachbarschaftliche Nähe zum „Großen Kiepenkerl“ ist allerdings wohlkalkuliert, denn dort werden sämtliche Speisen vorproduziert: ob Kokosmilch-Porridge oder Kimchi, Summerrolls oder Süßkartoffelbruschetta, Bowls oder Brownies. Die Speisekarte ist vor allem inspiriert von Küchen, die traditionell Pflanzliches in den Mittelpunkt rücken. Vietnam und Korea lassen ebenso grüßen wie der östliche Mittelmeerraum. Äußerst geschmackvoll – das gilt auch für die Einrichtung. Geölte Eiche thront auf Messing, Terrazzo trifft auf glänzende Fliesen und matten Stahl, von der freigelegten Decke baumeln Designer-Pendelleuchten. Am eindrücklichsten hat die Künstlerin Lena Petersen die grüne Seele der Location in Szene gesetzt: Mit ihrem Wandbild bekommt die „Beetschwester“ sogar ein Gesicht.

Kontakt

Tibusplatz 6
48143
Münster
0251 98117355