Bonechina, Frankfurt am Main

Erstellungsdatum: 
Mittwoch, 19. April 2017 - 15:30
Konzeptart: 
Bar
Bonechina, Frankfurt am Main
Bonechina: Sei so gut, Elefant, und spende Tonic Water
Bonechina: Wohnzimmergesellen: Dominik Andes, Sven Riebel und Björn Gutowski
Bonechina: Motto im Fachwerkhaus: „I was at home last night“

Elefantastisch

Text: Benjamin Brouër, Fotos: Steve Herud 

Sven Riebel steht auf Gästekontakt. Bereits in seiner viel gerühmten Einraum-Wohnzimmer-Bar „The Tiny Cup“ löste er die Grenzen zwischen vor und hinter dem Tresen weitgehend auf. Im jüngsten Projekt, der Bar „Bonechina“ in Frankfurt Alt-Sachsenhausen, geht er noch einen Schritt weiter, denn einen Bartresen gibt es hier gleich gar nicht mehr, den klassischen Bartender ebenso wenig. Die Macher der Lindenberg-Gruppe, die neben „Seven Swans & The Tiny Cup“ auch für die innovativen Hotel-WG-Hybriden „Lindenberg“ bekannt sind, verstehen das „Bonechina“ denn auch weniger als Bar, sondern vielmehr als Inszenierung, als „funkelnden Ort für Trinkkultur“.

Mit diesem Ansatz und einer kongenialen gestalterischen Umsetzung hat man es schnell zum Stadtgespräch gebracht. Inmitten des Raumes im barocken Fachwerkhaus aus dem Jahr 1747 thront ein Elefant aus Porzellan, gefaltet wie eine Origamifigur, aus dessen Mund selbstkreiertes Tonic Water in die Gästegläser fließt. Bis zu 20 Personen können sich pro Abend um diesen Fixpunkt scharen. Mittendrin statt nur dabei: die zwei Gastgeber, die unterhalten, beraten, empfehlen, im besten Sinne für Stimmung sorgen – und wenn’s sein muss auch mal mixen. Muss aber meistens nicht sein, denn die Gäste haben Freude daran, mit Unterstützung des Elefanten ihren Special-Gin-Tonic zu komponieren oder aus den Pre-Bottled-Drinks zu wählen und diese dann mit hausgemachten, aromatisierten Eiswürfeln zu verfeinern – die Aromenpalette soll sukzessive ausgebaut werden und hält bereits jetzt so Überraschendes wie Vetiver (ein tropisches Süßgras) oder Sandelholz parat. „Es geht vor allem um eins: Gespräche und Frohsinn, Wohnzimmeratmosphäre“, lassen die Macher wissen. Natürlich darf bei einem solch ausgefallenen Konzept auch die Einrichtung nicht 08/15 sein. So hat das verantwortliche Studio Aberja eigens eine Frankfurter Fliese entwickelt, die den Raum in eine Art Elefantenhaut kleidet und die Verbindung zwischen der Schwere des Elefanten und der Zerbrechlichkeit des Porzellan schafft.

Kontakt

Große Rittergasse 64
60594
Frankfurt am Main
0152 34328128

Neuen Kommentar schreiben