Data Kitchen, Berlin

Erstellungsdatum: 
Donnerstag, 23. Februar 2017 - 11:15
Konzeptart: 
Restaurant
Café/Coffee-Shop
Data Kitchen, Berlin
Data Kitchen: Heinz Gindullis alias Cookie hat das Konzept gemeinsam mit SAP entwickelt
Data Kitchen: Nur noch Klappe öffnen und genießen
Data Kitchen: Mobil bestellt, frisch zubereitet

Star Trek-Feeling

Text: Jan-Peter Wulf, Fotos: Stefan Lucks

Ich bin überrascht, wie gut es funktioniert“, erklärt Heinz „Cookie“ Gindullis. Mit „es“ meint er den komplett ins Digitale verlagerten Bestellprozess seines neuesten Gastro-Konzepts, der „Data Kitchen“ in den Räumen des ehemaligen „Pan Asia“, in denen sich mittlerweile der Software-Riese SAP mit seinem „Data Space“ niedergelassen hat. Wer in der „Data Kitchen“ speisen will, bestellt und bezahlt sein Essen per mobiler Webseite oder per App. Und entscheidet auch, wann es zubereitet werden soll – subito oder so, dass es zu einer bestimmten Uhrzeit fertig ist. Mit Letzterem soll die Aufenthaltsqualität im Restaurant gesteigert werden, denn das Warten – man denke an die kleinen Zeitfenster Berufstätiger am Mittag – fällt so gut wie weg. Was sich besonders bei wiederholten Besuchen bemerkbar machen dürfte, wenn das Profil-Setup erledigt ist und man sich an das digitale Ordern gewöhnt hat. Die „Data Kitchen“ solle sich als Ort etablieren, den der Gast immer wieder aufsucht, Walk-in-Publikum habe man trotz Hochfrequenzlage Hackescher Markt nicht im Fokus, erklärt Gindullis.

Order-Eingänge erscheinen in der „Data Kitchen“ nicht mehr auf einem Papierbon, sondern auf einem Display in der Küche. Fertige Speisen werden nicht geschickt, sondern vom Gast selbst aus der futuristisch anmutenden „Food Wall“ entnommen, die in Kooperation mit SAP entwickelt wurde: Ist die Bestellung abholbereit, erscheint der Name des Gastes auf der entsprechenden Box und die Klappe öffnet sich wie in „Star Trek“, wenn Enterprise-Kapitän Picard seinen heißen Earl-Grey-Tee aus dem Replikator nimmt. Für die Befüllung sorgen in der „Data Kitchen“ Alexander Brosin (Ex-„Margaux“) und Team. Die Küche: frisch, jahreszeitlich und großenteils regional – aktuell etwa Kürbis-Grünkohl-Quiche, Rote-Beete-Perlgraupenrisotto, Klops aus Königsberg. Ein weiteres Plus: Durch die für Bestellungen anzulegenden Profile weiß der Gastgeber, wer sein Gast ist, wie oft er zum Essen kommt, was er mag. Die „Data Kitchen“ blickt ganz neuen Möglichkeiten der Kundenbindung entgegen. 

Kontakt

Rosenthaler Straße 38
10178
Berlin
030 68073040

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