Die Fette Wutz, Mannheim

Erstellungsdatum: 
Donnerstag, 22. Februar 2018 - 10:45
Konzeptart: 
Imbiss
Restaurant
Die Fette Wutz, Mannheim
Die Fette Wutz: Ein Großteil der Möbel stammt aus Holland
Die Fette Wutz: Cooler Urban-Butcher-Style am Tresen
Die Fette Wutz: Schweinekarte

Riesen Schweinerei

Text: Alexander Thürer, Bilder: Erik Jessie

In Mannheim bewegt sich was. In einer Passage mitten in den Quadraten, wo jahrelang ein Einrichtungsgeschäft diversen Krempel und blinkenden Nippes verkaufte, hat sich nun „Die Fette Wutz“ breit gemacht. Nikos Wolters, Silke Martin und Christiane Malandrakis spielen hier jetzt die ganz große Fleischkarte und bringen erstmals originales Texas BBQ in Reinform in die Region. Für gut 30.000 Euro haben die Betreiber einen Rotisserie-Smoker von Southern Pride angeschafft. Bis zu 500 Pfund Fleisch schafft dieses Schwergewicht, in dem die verschiedenen Fleischsorten bis zu 16 Stunden über echtem Holzrauch gesmoked werden. Dementsprechend strikt ist auch die Politik am Self-Service-Tresen: „Open until sold out“. Sprich: Sind die Spare Ribs alle, gibt es auch erst morgen wieder welche, kurzfristiges Nachproduzieren ist nicht drin. Zudem verzichtet man, wo immer es geht, auf Convenience. Die Saucen werden selbst gemacht, ebenso die hauseigenen Kartoffelchips und sämtliche Beilagen. Das Fleisch kommt zum Großteil von Otto Gourmet, die Brötchen liefert ein kleiner Bäcker aus Ludwigshafen. Dazu gibt’s eine stattliche Auswahl an (Craft)Bier. 54 verschiedene Positionen stehen auf der Karte, acht Biere gibt es frisch vom Hahn.

„Wir sind die perfekte Verbindung von Fast- und Slow-Food. Der Gast holt sich sein Essen zwar wie Fast-Food selbst und bekommt es auch direkt nach der Bestellung, aber die Zubereitung dauert eben viele Stunden. Daher gibt es bei uns nur Dinge, die wir ohne Qualitätsverlust vorbereiten können“, erklärt Nikos Wolters, der daher die oft nachgefragten Mac & Cheese wieder von der Karte gestrichen hat. „Hat mit Warmhalten einfach nicht funktioniert.“ Sehr urban gestaltet sich auch das Interior, für das viele Möbel und Lampen aus Holland importiert und die Location baulich komplett umgekrempelt wurde. Wie es trotzdem bei 100.000 Euro Invest geblieben ist? Der Immobilieneigner hat einen Großteil der Umbaumaßnahmen selbst gestemmt, und Geschäftspartner Malandrakis ist nebenbei Möbelbauer.

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N6 3
68161
Mannheim

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