Embury Bar, Frankfurt am Main

Erstellungsdatum: 
Mittwoch, 22. November 2017 - 14:30
Konzeptart: 
Bar
Embury Bar, Frankfurt am Main
Die Spirituose ist der Star in der neuen „Embury Bar“
Dominik Falger (r.) und Team sorgen für eine „pleasant time“
Die Eiscubes sägt Dominik Falger aus riesigen Eisblöcken

Jäger und Sammler

Text: Alexander Thürer

Den Traum von der eigenen Bar haben schon viele geträumt, doch nur wenige haben darauf so beharrlich hingearbeitet wie Dominik Falger. Seit er 19 war, arbeitet er an und für die Bar, zuletzt als Sales Manager bei Diageo. Doch sein Ziel, einmal hinter dem eigenen Tresen zu stehen, hat er nie aus den Augen verloren. Ganz im Gegenteil: Er hat über Jahre Know-how, garagenweise Equipment und hunderte Spirituosen gehortet, nebenbei jeden überschüssigen Cent zur Seite gelegt und sich schon 2012 die Namensrechte seines zukünftigen Babys schützen lassen. Anfang September ging sein „Embury“ nun in Frankfurt unweit des Kaiserplatzes an den Start. Benannt nach dem New Yorker Anwalt David A. Embury, der 1948 das Cocktail-Regelwerk „The Fine Art of Mixing Drinks“ veröffentlichte, präsentiert sich hier eine Bar der Kontraste. Einerseits wirkt sie noch etwas clean, fast steril, und Bilder sucht man an den Wänden vergeblich. 

Doch den Grund hierfür entdeckt man sofort, denn das Backboard der Bar lässt Laien wie Connaisseure dank einer geradezu überbordenden Spirituosenauswahl staunend die Augen aufreißen. Und da diese noch weiter wachsen soll, müssten etwaige Bilder ohnehin bald weiteren Regalen weichen. Doch schon jetzt drängen sich stolze 1.100 Flaschen in dem ehemaligen Modegeschäft, das innerhalb von nur fünf Wochen komplett umgestaltet wurde. Rund 350 Single Malts, 100 Rye-Whiskeys, 70 Rums, 40 Tequilas, 47 Gins und 90 verschiedene Bitters, Amaros und Vermouths und etliche weitere Spezialitäten umfasst das Menu, das für den Anspruch des „Embury“, den Gästen eine „pleasant time“ zu verschaffen, eine solide Basis schafft. Doch Falger hat noch ein paar weitere Asse im Ärmel. Etwa die großen, glasklaren Eiscubes, die aus 110 Kilo schweren Eisblöcken herausgesägt werden und für die eigens ein spezieller Eisblockbereiter entwickelt wurde. Oder die selbstgemachten Sirupe, Säfte und selbstkomponierten Haus-Blends, die als Standard-Pouring-Stoff den Drinks einen ganz eigenen, unnachahmlichen Stil verleihen. 1.100 Spirituosen – gibt es da überhaupt einen Drink, den diese Bar nicht anbieten kann? „Eine Piña Colada geht nicht. Wir haben nämlich keine Sahne.“

Kontakt

Kirchnerstraße 6-8
60311
Frankfurt

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