Frohsinn, Frankfurt

Erstellungsdatum: 
Freitag, 17. Mai 2013 - 8:15
Konzeptart: 
Mischkonzept
Eröffnung: 
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Königliches Wandgemälde im "Frohsinn" in Frankfurt. Ganz im britischen Stil bietet das Konzept Tea time.
"Frohsinn", Frankfurt - vorderer Thekenbereich
Englisches Kaminzimmer im Vintage-Look im "Frohsinn", Frankfurt

Kleckern können andere, Frankfurt klotzt. Mit ambitionierten städtebaulichen Konzepten und entsprechender Gastronomie als Zugpferd. Jüngstes Beispiel: Das PalaisQuartier, zu dem das Thurn-und-Taxis-Palais, das wiedererrichtete Stadtschlosses samt barocker Fassade, gehört.

Dass sich die Vermieter mit den Brüdern Rashidi und Ilias Malandrakis bewusst Trend-Gastronomen ins Haus geholt haben, ist ein Zeichen für die gesamte Szene. „Die waren von unseren Urban-Kitchen-Locations so begeistert, dass sie uns direkt angesprochen haben“, erzählt Ilias Malandrakis, der zunächst aber gar nicht recht wollte. Zu hoch die Pachtvorstellungen, zu unauffällig die Innenhoflage, zu schwierig der Grundriss.

Für alles fand sich eine (finanzielle) Lösung – und für die verschiedenen Räume des Objektes ein schlüssiges Konzept, das die anfänglichen Zweifel besiegte. Von einem Spagat spricht Malandrakis, wenn man ihn bittet, die Konzeptidee des „Frohsinn“ zu schildern. „Wir wollten das Angebot spreizen. Bislang gibt es teuer oder günstig in Frankfurt. Wir wollen von günstig bis teuer alles anbieten und so ein möglichst breites Publikum ansprechen.“

Der gelungene Spagat setzt sich im Design fort. Wie auch beim „Urban Kitchen“ sorgte das Studio „TooMonkey“ für die Inszenierung der verschiedenen Räume im „Frohsinn“, die sich stilistisch klar voneinander abgrenzen. Angefangen von der offenen Brasserie im Eingangsbereich über das englische Kaminzimmer im Vintage-Look und den mediterranen Raum bis hin zur skandinavischen Lounge.

Von morgens bis nachts geöffnet fällt das Angebot nicht minder abwechslungsreich aus. Ob Cappuccino mit Latte Art, Business-Lunch-Menüs, Kuchenangebot, Afternoon Tea, exklusives Abendessen oder Cocktailkarte am späten Abend – das „Frohsinn“ hat sich viel vorgenommen, auch qualitativ. Noch blieben einige Leute vorne am Tor stehen und trauten sich nicht rein, berichtet Malandrakis. Deshalb sehnt er umso mehr den Sommer herbei, wenn der Innenhof mit rund 200 Plätzen bespielt werden kann.

Text: Benjamin Brouër
Fotos: Ernst Stratmann

Kontakt

Thurn und Taxis Platz 1
60313
Frankfurt am Main

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