Hagestolz, Mannheim

Erstellungsdatum: 
Samstag, 18. Mai 2013 - 13:30
Konzeptart: 
Bar
Eröffnung: 
Samstag, 15. September 2012
Zierde in der "Hagestolz Bar" in Mannheim: eine alte Tapete mit Abbildungen von Montgolfières, die bei der Renovierung zum Vorschein kam
Blick in die Mannheimer "Hagestolz Bar"
Blick in die Mannheimer "Hagestolz Bar"
Backboard in der Mannheimer "Hagestolz Bar"

Fans von kleinen, aber feinen Bars finden im Mannheimer Stadtteil Jungbusch eine neue Anlaufstelle. Hinter dem vor wenigen Monaten auf der Jungbuschstraße eröffneten „Hagestolz“ stehen Abian Hammann, Phil Hötte und Paul Sieferle. Das Dreigespann hat schon früher in einer Bar zusammen gearbeitet. Nach einem Inhaberwechsel verschwand die vorige Philosophie, die auf guten Drinks zu fairen Preisen in angenehmem Ambiente aufgebaut war.

Diesen Ansatz wollen die drei im „Hagestolz“ nun weiter am Leben erhalten. Nach monatelanger Suche fanden sie eine geeignete Location, in der zuvor eine klassische Pinte zu finden war. „Die Schönheit des Ladens lag im Dornröschenschlaf verborgen“, erzählt Abian Hammann, „bei der Entkernung kam mehr und mehr das eigentliche Potenzial des Raumes zum Vorschein“. So zum Beispiel eine alte Tapete mit Abbildungen von Montgolfières, den ersten Heißluftballons. Der alte Eigentümer hatte dieses Schmuckstück einfach überdeckt.

Viele gestalterische Details entstanden in eifriger Internet-Recherche, durch eigene Kenntnis als passionierte Bargänger und in Form von Prozessarbeit. Nicht alles ist von vorne bis hinten durchgeplant gewesen, nach und nach fügte sich alles zusammen. Der Look besticht durch viele unbearbeitete Wände, verziert mit wechselnden Werken regionaler Künstler. „,Sieht ja aus wie in Berlin’, meinte letztens ein Gast zu mir“, sagt Phil Hötte, „aber das stimmt nicht! Das hier ist der Jungbusch, und den repräsentieren wir.“

Prozess ist auch ein wichtiger Faktor bei den angebotenen Cocktails. Die Karte, bestehend aus wenigen, dafür gut ausgetüftelten Drinks, wird saisonal, oder aber auch je nach Erfindergeist wöchentlich durch einen neuen Cocktail aufgefrischt. Dem Team ist es wichtig, lieber qualitativ und konzentriert zu arbeiten, mit einer jungen Mentalität: „Wir haben gerade einen Generationswechsel, was die Gastronomen angeht“, sagt Paul Sieferle, „wir kennen die Leute, sind jung und haben alle drei unterschiedliche Netzwerke, die alle zu uns kommen.“ Ein echter Gewinn, nicht nur für Mannheims Barszene.

Text: Jan Andrew Brown
Fotos: Hagestolz/Dominik Rossbach 

Kontakt

Jungbuschstraße 26
68159
Mannheim

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