Holzmaler, Stuttgart

Erstellungsdatum: 
Donnerstag, 20. Februar 2020 - 8:29
Konzeptart: 
Bar
Holzmaler, Stuttgart
Holzmaler, Stuttgart
Holzmaler, Stuttgart

Für Eingeweihte

Text: Emmelie Öden, Foto: Dejan Stajic

Zum 100. Mal jährt sich 2020 der Beginn der Prohibition in den USA – gleichzeitig die Geburtsstunde der sogenannten Speakeasies. Anlass genug für Jörg Kappler und Micha Kaiser, in Stuttgart eine Flüsterbar zu eröffnen. Die genaue Adresse der „Holzmaler Bar“ bleibt geheim, und von außen ist die Bar nicht als solche erkennbar. Wenn der Andrang besonders hoch ist, gibt es zudem eine monatlich wechselnde Parole, die nur Eingeweihte kennen. Wie zu Zeiten der Prohibition finden also vor allem Insider ihren Weg hierher – aber keine „ausgewählten“ Gäste, wie die Inhaber betonen: „Bei uns sind Gäste aller Alters- und Einkommensschichten, vom Studenten bis zum Daimler-Chef, willkommen. Alle vereint in der Liebe zu gutem Alkohol und gemütlichem Ambiente.“ Apropos Alkohol: Ausgeschenkt werden vor allem Cocktails und Longdrinks. Zudem stehen ausgewählte Weine und Biere neben Champagner – auch eine Hommage an die 1920er Jahre – auf der Karte. Analog zum Konzept erzählt auch das Gebäude, in dem sich die Bar befindet, eine Geschichte: Hier lebte und arbeitete Anfang des 20. Jahrhunderts Johannes Mack, einer der ersten Holzmaler und heute Namensgeber der Bar. Und auch mit dem Interior erinnert Architekt Peter Stellwag an den Holzmaler, indem er so viel alte Bausubstanz wie möglich erhalten hat. Beispielsweise wurden der Pitchpineboden in der Lounge und Teile der Wandbemalungen restauriert. Dazu gesellen sich Elemente, die eine Brücke zwischen 1920 und 2020 schlagen – etwa ein Wandbild einer Tänzerin mit Gorilla-Maske: Sowohl eine Anlehnung an Henri Rousseau und Josephine Baker als auch an die „Guerilla Girls“-Bewegung der 1980er Jahre.

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70182
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