Jaded Monkey, München

Erstellungsdatum: 
Donnerstag, 26. Juni 2014 - 10:30
Konzeptart: 
Bar
Jaded Monkey, München
Spitzendrinks im Zeichen des Affen
Bill Fehn – angekommen in der eigenen Bar
Viel Eigenarbeit steckte der New Yorker in den Komplettumbau des afghanischen Restaurants

Kein Monkey Business

Text: Benjamin Brouër, Fotos: Daniel Reiter

Sparen wir uns alle weiteren Affen-Wortspiele und legen mit den Fakten los. Der New Yorker Bill Fehn, bekannt geworden durch die „Trinkhalle“, hat sich aus der Zwitterrolle zwischen Lobby- und Restaurant-Bar, die er mit seiner letzten Station, der „B Bar“, einnahm, befreit und ist in seine eigenen vier Wände gezogen. Es war ein langer Weg, der ihn zur passenden Location führte. „Doch das Warten hat sich gelohnt“, erzählt Fehn und beschreibt die Lage in der Nähe des Sendlinger Tors, am Rande der Partymeile, als „sehr zentral und doch etwas versteckt“. „Perfekt für eine Bar, denn Laufpublikum ist meist kein gutes Publikum.“ Statt Balla-Balla will er in der nur 65 Quadratmeter großen Bar eine gemütliche, diskrete Atmosphäre schaffen, aber keinesfalls ein steifes Ambiente. Warme Erdtöne, ein einladender Tresen, das Logo-Äffchen an der Wand und eine mit Kupfer verkleidete Empore mit gemütlichen Sitzecken – das selbst ersonnene Design verbindet Eleganz und Grunge-Look. „Die Gäste sollen das Gefühl haben, die Bar gebe es schon länger und stehe etwa im Greenwich Village von New York.“

Bei dem Komplettumbau des ehemaligen afghanischen Restaurants konnte der gut vernetzte Bill Fehn auf die Unterstützung vieler Freunde zählen: Die Einrichtungsgegenstände, etwa die alten U-Boot-Lichter und Minenlampen aus dem Jahr 1937, stammen aus dem Requisiten-Fundus von Horst Sonnewald, der in Unterföhring ein 16.000 m2 großes Lager hat. Bei der Grundrissplanung griff ihm Christoph Munz von Lewang Architekten unter die Arme, Tanja Hirschfeld entwickelte das Logo für den „abgebrühten Affen“ und sein Co-Bartender Michael Petersen wurde frühzeitig ins Boot geholt, um tatkräftig mit anzupacken und die Karte mitzuentwickeln. Diese führt vorwiegend Eigenkreationen, dazu gibt es eine Longdrink- sowie eine eigene Gin&Tonic-Karte. Auf Tagesempfehlungen und persönliche Beratung legt Bill Fehn besonders viel Wert. Und demnächst will der gelernte Konditormeister sogar eine kleine Barfood-Auswahl bieten, seine Traumlocation ist schließlich mit einer Food-Konzession ausgestattet.

Kontakt

Herzog-Wilhelm-Str. 25
80331
München
089 26949401

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