Scholz am Park, Stuttgart

Erstellungsdatum: 
Donnerstag, 16. Mai 2013 - 12:00
Konzeptart: 
Mischkonzept
Eröffnung: 
Montag, 1. April 2013
Speisenpräsentation im "Scholz am Park", Stuttgart
Blick in das "Scholz am Park", Stuttgart
Blick in das "Scholz am Park", Stuttgart
Die Gäste können Küchenchef Henning Stein und seiner Truppe bei der Arbeit zusehen

Im Herbst werden sie schlauer sein: Stephanie Benzing, Gregor Scholz und Paul Schwenk. Dann wissen sie, was es heißt, eine Außengastronomie mit ganz differenzierter Klientel zu stemmen, ohne dabei das Herzstück – ihre stylishe Rôtisserie mit 120 Sitzplätzen – zu vernachlässigen.

Der Anspruch der bestens vernetzten Stuttgarter Gastronomen ist hoch: „Das Scholz am Park soll gleichsam Ausflugsziel wie Stadtteil-Oase sein, Abendlokal wie Bar. Wir möchten einen inspirierenden Ort schaffen, an dem man am liebsten seinen ganzen Tag verbringt.“ Gregor Scholz, von Haus aus Architekt, spricht von seinem jüngsten Baby denn auch immer von „Ziellocation“. Will heißen: Wer hier einkehrt, kommt gezielt – auf einen Kaffee nach einen Parkspaziergang, auf einen Businesslunch, mit den Kids zum Kuchenessen oder abends zum Candle-Light-Dinner.

Dem kreativen Trio geht es um ein unverwechselbares Gesamtkonzept. Es ist gelungen, auch weil Investor Franz Fürst ein solches Projekt für die Killesberghöhe suchte: Eine Rôtisserie gab es bislang nicht in der Schwabenmetropole – genauso fehlte ein Speisesaal mit 7,30 Meter Deckenhöhe, der als Hommage an Lokalitäten im alten Paris oder Berlin verstanden werden kann.

Während die Decke und obere Wandteile in Sichtbeton verbleiben, ist es an den Tischen wohnlich und warm, nicht zuletzt dank des Mobiliars und der Wandverkleidung aus französischer Eiche. Diese „gute Stube“ bildet den optimalen Rahmen für das Speisenkonzept: Fisch und Fleisch vom Lavagrill und aus der Rôtisserie. In zwei Grillgeräten von Rôtisol drehen sich knusprige Maishähnchen, Spanferkel oder eine Lammkeule. „Fleisch ist ein Luxusgut, das man zelebrieren muss“, sagt Gregor Scholz, der mit dieser Idee eine Verbindung von Herz und Herd in Sinne von Architekturikone Frank Lloyd Wright schafft, steht doch die Feuerstelle einsehbar im Restaurant.

So können Gäste Küchenchef Henning Stein und seiner Truppe bei der Arbeit zusehen. Es handelt sich aber nicht um ein Showcooking-Konzept, wo schnell eine Putenbrust auf die heiße Platte geworfen wird. Das widerspreche der Restaurant-Philosophie, die Gregor Scholz mit Begriffen wie Qualität, Manufaktur, Essgenuss und Ehrlichkeit beschreibt.

Text: Frank Bantle
Fotos: Wolfgang Simm

Kontakt

Am Höhenpark 2
70192
Stuttgart
0711 25976160

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