DEHOGA Bayern appelliert an Politik

DEHOGA Bayern

Bayern macht Dampf

Mit der Verlängerung der Gastronomiesperre auf unbekannte Zeit wird die Situation immer verzweifelter und es ist höchste Zeit, die Muskeln spielen zu lassen: Der Gesamtumsatz im deutschen Gastgewerbe lag im Jahr 2018 laut Destatis bei rund 90 Milliarden Euro, wobei die speisengeprägte Gastronomie rund 45 Prozent Umsatzanteil hält. Im Dezember 2019 arbeiteten hochgerechnet rund 1,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im deutschen Gastgewerbe. Der Wegfall dieser Umsätze und Arbeitsplätze steht auf dem Spiel!

Nun kommt scheinbar endlich Bewegung in die Thematik. Der DEHOGA Bayern entwickelt sich immer mehr zum Taktgeber in Sachen Corona-Krise und ruft die Gastronomie auf, die Druckwelle zu verstärken.

Zum Thema 7 % MwSt. schreibt der Landesverband: „Das im Rahmen der Anne Will-Sendung zwischen Präsidentin Angela Inselkammer und Bundesfinanzminister Olaf Scholz vereinbarte Gespräch hat vergangenen Donnerstag stattgefunden. Am Freitag haben wir unsere Forderungen auf Wunsch von Scholz auch nochmals schriftlich begründet. Nachdem heute u. a. die SZ berichtet, Scholz will Hoteliers und Restaurantbetreibern helfen, scheint auch von SPD-Seite ‚Bewegung ins Spiel‘ zu kommen, was beim Treffen von Entscheidungen im Rahmen der Großen Koalition extrem wichtig ist. Der Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder, die Reduzierung des Umsatzsteuersatzes als Kernforderung in Berlin einzubringen, sind erste Taten gefolgt: Die CSU hat parallel zu der Tatsache, dass am kommenden Mittwoch die Reduzierung der Umsatzsteuer für die Gastronomie Thema im Koalitionsausschuss sein wird, heute unter den Slogans ‚Gastronomie retten, Mehrwertsteuer senken!‘ sowie ‚7% - JETZT MwSt. RUNTER!‘ unter www.csu.de/gastro-retten eine begleitende Kampagne gestartet.“

Wer sich aus parteipolitischen Gründen nicht der CSU-Kampagne anschließen, die Druckwelle aber trotzdem verstärken möchte, kann auch an Abgeordnete auf Bundes- und Landesebene schreiben, egal welcher Partei sie angehören. Die jeweiligen Kontaktdaten finden Sie unter:

www.bundestag.de/abgeordnete

www.bayern.landtag.de/abgeordnetenkarte/

Das Ziel ist die Bildung eines Rettungs- und Entschädigungsfonds mit direkten Finanzhilfen, der für alle gastgewerblichen Betriebe zugänglich ist. Die Gastronomievertreter müssen eindringlich vermitteln, dass sieben Prozent Umsatzsteuer unabdingbar sind, sie eröffnen wirtschaftliche Perspektiven und zeigen auch den Banken, dass die Politik das Gastgewerbe als den regionalen Wirtschaftsmotor nicht aufgegeben hat.