Jägermeister Manifest - der Anti-Shot

Jägermeister Manifest

Wenn Jägermeister ein neues Produkt präsentiert, ist das mehr als eine Randnotiz wert. Denn wo sonst im Spirituosenbereich das Motto "Viel hilft viel" zu herrschen scheint, regiert in Wolfenbüttel die Kontinuität. Abgesehen vom saisonalen Spin-Off Jägermeister Winterkräuter schien Innovation bei Jägermeister eher nicht oberste Priorität zu genießen. Veränderungen gab es höchstens im Detail: zuletzt am Look der Flasche, oder über die Jahre gesehen an der kontinuierlichen Optimierung der Produktqualität sowie der Herstellung.

In persona Dr. Berndt Finke, Leiter Herstellung und Rohwarenmanagement bei Jägermeister, ist mit diesem Prozess so eng verbunden wie sonst niemand. Und eben jener Dr. Finke ist es auch, der vor gut vier Jahren damit begann, ein neues Produkt zu entwickeln - eines, das sich nicht weniger auf die Fahne geschrieben hat, als ein neues Getränkesegment zu eröffnen. Mit dem Jägermeister Manifest, der Mitte Februar in Berlin der internationalen Presse präsentiert wurde, will das Unternehmen den "ersten Kräuterlikör der Superpremium-Kategorie" auf den Markt bringen, zunächst im Travel Retail und der Gastronomie, eine spätere Verfügbarkeit im Handel nicht ausgeschlossen. Den "kultivierten, rituellen Genuss anspruchsvoller Genussmenschen" hat Jägermeister damit im Blick. Ein "Sipping"-Kräuterlikör, der langsam genossen statt gestürzt werden soll, will der Neue sein. Ein Anti-Shot.

Man wolle mit dem Jägermeister Manifest eine Visitenkarte in Sachen aufwändiger Herstellung hinterlasen und zeigen, wozu Kräuterlikör fähig sei, so Andreas Lehmann, Leiter Public Relations, anlässlich der Premiere. Und eben dieser komplexe Produktionsprozess ist dafür verantwortlich, dass im ersten Jahr weltweit lediglich 60.000 Flaschen (á 1 Liter) verfügbar sind, ein Drittel davon ist für den deutschen Markt reserviert. Schaut man sich die Herstellung näher an, wird klar, warum der Neue auch als "Jägermeister plus" bezeichnet werden kann. Denn das Grundgerüst bilden, mit kleinen Variationen, die vier Mazerate, die für das Aroma des (normalen) Jägermeister verantwortlich sind. Für den Manifest haben die Meister-Destillateure jedoch die Vielfalt der verwendeten Gewürze, Kräuter, Wurzeln, Blüten und Früchte auf über 56 erhöht. Den entscheidenden Unterschied macht jedoch ein komplett neues, fünftes Mazerat, das auf einem Weizen-Feindestillat (und nicht auf Neutralakohol) beruht. Dieses Destillat, das als alkoholische Basis dient, lagert für 15 Monate in kleinen, jungen Eichenfässern und sorgt im fertigen Produkt für einen besonders weichen Charakter und die signifikanten Holzaromen.

Aromatisch erkennt man den Jägermeister Manifest deutlich als Bruder des Klassikers wieder, auf der Zunge entfaltet er dann seinen ganz eigenen Charakter: würziger, trockener als das Original und mit deutlichen Eichenanklängen im Abgang. Empfohlen wird der pure Genuss, leicht gekühlt. Der Jägermeister Manifest besitzt 38 % Vol. und wird zu einem Preis von 29,99 Euro (1 LIter) angeboten.

www.jaegermeister.de/de-de/produkt/manifest/

                        

Neuen Kommentar schreiben