Zehn Jahre Restaurant Tim Raue in Berlin-Kreuzberg

10 Jahre Tim Raue Restaurant

Ein Rückblick auf ein Jahrzehnt Spitzengastronomie in der Hauptstadt

Genau zehn Jahre sind vergangen, seit das Restaurant Tim Raue am 3. September 2010 erstmals seine Türen für Gäste geöffnet hat. Zehn Jahre, in denen sich nicht nur die Stadt Berlin, sondern auch die Gastronomie und das Restaurant Tim Raue mit seinen Protagonisten verändert und weiterentwickelt haben.

 

2010 bis 2012
Mit der Eröffnung des Restaurants Tim Raue in der Rudi-Dutschke-Straße 26, nur wenige Schritte vom legendären Checkpoint Charlie entfernt, haben die beiden Gastronomen Marie-Anne Raue und Tim Raue schon damals viel Mut bewiesen. Erfahrung und Wissen waren dank der jahrelangen Arbeit in mehrfach ausgezeichneten Restaurants vorhanden, doch im eigenen Betrieb sollte vieles anders werden: Lauter sollte es sein, fröhlicher, mutiger und insgesamt menschlicher. Schon beim Interieur setzten die Unternehmer daher auf knallige Farben, eine offen einsehbare Küche und kontroverse Kunst. In der Küche etablierte Spitzenkoch Tim Raue außerdem eine in Europa bisher nicht da gewesene Küchenphilosophie. Bis heute beweist er damit, dass Süße, Säure und Schärfe sehr wohl einen festen Platz in der Spitzengastronomie haben. Derweil demonstrierte Eigentümerin und Geschäftsführerin Marie-Anne Raue schon damals, dass guter Service nur dann allen Freude bereitet, wenn Gastronomen und Gäste auf Augenhöhe miteinander agieren. Statt schwarzem Anzug setzte sie bei ihrem Team daher auf farbenfrohe Hemden und Blusen, coole Sneaker und ein herzliches Miteinander. Eine Philosophie, der sie bis heute treu geblieben ist. Und der Erfolg gibt ihr Recht. Denn so wurde das Restaurant schon zwei Monate nach Eröffnung mit dem ersten Michelin Stern und 18 Punkten im Gault&Millau ausgezeichnet. Tim Raue sammelte erste Fernseh-Erfahrungen als Jury-Mitglied bei Deutschlands Meisterkoch und veröffentlichte im April 2011 im Piper Verlag seine Memoiren unter dem Titel „Ich weiß, was Hunger ist“. Im November 2011 wurde das Restaurant mit 19 Punkten im Gault&Millau bewertet und zudem für das „Menü des Jahres 2012“ ausgezeichnet. Der Michelin verlieh dem Restaurant im gleichen Jahr den zweiten Michelin Stern.

2013 bis 2016
Nachdem die ersten zwei Geschäftsjahre bereits von diversen Auszeichnungen geprägt waren, hielt das Jahr 2013 eine bis heute unvergessene Begegnung bereit: Denn Marie-Anne Raue und Tim Raue hatten im Juni 2013 die Ehre, anlässlich eines Staatsbesuches ein Dinner für den damaligen amerikanischen Präsidenten Barack Obama, seine Frau Michelle Obama, Angela Merkel und ihren Ehemann Joachim Sauer im Schloss Charlottenburg auszurichten. 2014 dann das nächste Highlight: Das Restaurant Tim Raue wurde erstmals von „The World’s 50 Best Restaurants” ausgezeichnet (Platz 52). Im November des gleichen Jahres stand Tim Raue erneut vor der Kamera und feierte an der Seite seines Freundes Tim Mälzer sein Debüt beim VOX-Erfolgsformat Kitchen Impossible. Ebenfalls im November richtete das Restaurant erneut ein großes Dinner aus: Diesmal gemeinsam mit den Kollegen des Restaurants „reinstoff“ anlässlich des Jubiläums „25 Jahre Mauerfall“ im Berliner Bode Museum. Ein Jahr später, im November 2015, erschien Tim Raues inzwischen drittes Buch mit dem Titel „Deutscher Wein, deutsche Küche“ im Callwey Verlag. Im Februar 2016 schloss das Restaurant Tim Raue eine Kooperation mit Hertha BSC ab, um für die kommenden Jahre eine Lounge im Berliner Olympiastadion zu bespielen. Im Juni 2016 wurde das Restaurant Tim Raue als bestes deutsches Restaurant auf Platz 34 der „The World’s 50 Best Restaurants“ gewählt.

2017 bis 2019
In den Jahren 2017 bis 2019 nahm schließlich die internationale Aufmerksamkeit enorm zu. Einen großen Anteil daran hatte neben der Auszeichnung der „The World’s 50 Best Restaurants“ die NETFLIX Chef’s Table Folge, die Tim Raue bisher als einzigem deutschen Koch gewidmet wurde. Ausgestrahlt wurde diese erstmals im Februar 2017 beim Kulinarischen Kino der Berlinale. Zeitgleich erschien im Callwey Verlag das Buch „My Way“ – das bisher persönlichste Kochbuch von Tim Raue mit mehr als 70 Rezepten und einem großen autobiographischen Teil sowie teilweise noch unveröffentlichten Bildern. Im November 2018 launchte Marie-Anne Raue erstmals ihren inzwischen legendären Ladies Lunch – ein Netzwerk-Event für und mit Frauen aus Wirtschaft, Medien, Politik, Kultur und Handwerk, die den Austausch bei hervorragendem Essen und ausgewählten Weinen nutzen, um in der Gesellschaft etwas zu bewegen. Im gleichen Monat wurde das Restaurant vom Gault&Millau mit der Höchstnote von 19,5 Punkten ausgezeichnet. 2019 wurde Tim Raue in die Jury des erfolgreichen TV-Formats The Taste auf SAT1 berufen. Im Juni des gleichen Jahres vergab das Magazin Der Feinschmecker den Titel „Restaurant des Jahres“. Im September 2019 stellten Marie-Anne Raue und Tim Raue erstmals ein veganes Menü vor, das bis heute fester Bestandteil der Karte ist.

2020
Wenn die beiden Erfolgsgastronomen Marie-Anne Raue und Tim Raue eines in den vergangenen zehn Jahren bewiesen haben, dann sind es Mut, unternehmerisches Geschick und Durchhaltevermögen. So waren die beiden auch mit die ersten, die in der Spitzengastronomie einen Onlineshop mit Lieferservice etabliert haben, als die Restaurants geschlossen werden mussten. Mit ihrer Plattform FUH KIN GREAT haben sie gemeinsam mit dem ganzen Team neu kreierte Menüs verkauft und ausgeliefert – und konnten so alle Mitarbeiter des Restaurants weiter beschäftigen. FUH KIN GREAT läuft daher weiter – mit einem speziellen Jubiläumsmenü aus dem Besten der vergangenen zehn Jahre und ausschließlich als To Go Menü. Und weil große Events in diesem Jahr aufgrund der vielen Auflagen einfach nicht den üblichen Spaß bereiten, hat Marie-Anne Raue ihren Ladies Lunch kurzerhand digitalisiert: In ihrem neuen Podcast „Auf ein Glas Champagner mit Marie-Anne“ lädt sie ab dem 16. September 2020 spannende Frauen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gastronomie zum Gespräch ein. Marie-Anne ist dabei zwar die Gastgeberin, aber was man in den rund 60 Minuten hört ist kein Interview, sondern ein wirkliches Gespräch. Denn auch Marie-Anne erzählt von ihren persönlichen Erfahrungen, gibt Einblicke und ihre Gästinnen stellen auch ihr Fragen. So entsteht das Gefühl von Austausch, Solidarität und echtem Interesse.

www.tim-raue.com